DEUTSCHER SCHWERHÖRIGEN SPORT VERBAND e. V.
 
14. DSSV Minigolfmeisterschaft in Karlsfeld am See bei München (06.09.2013)
Elke Maier/Marcus Braun

Am Freitag, den 6. September 2013 fand bei herrlichem Spätsommerwetter die 14. Deutschen Minigolf-Meisterschaften der Schwerhörigen am Karlsfelder See in der Nähe von München statt.

Die Teilnehmer kamen aus folgenden acht Vereinen: SSC Berlin, HFS Franken, SSG Freiburg, Hamburger SSV, SSC Hannover, SSC Kassel, SSG München und SV Vaihingen.

Ab 15 Uhr spielten sich alle Minigolfer auf dem gepflegten und um diese Zeit schon Schatten spendenden 2Miniaturplatz" ein. So wird ein Minigolfplatz genannt, der mit kleineren Bahnen aus Eternit ausgestattet ist, die wegen Bruchgefahr nicht betreten werden dürfen. Spielerische Unterstützung konnten sie sich von den Vereinsmitgliedern des 1. Münchener Minigolf Clubs holen. Diese sorgten auch für die Reinigung der Bahnen kurz vor Spielbeginn. Die beiden Vorstände des SHV München, Thomas Harlander, Florian Schmidt und zwei Vereinsmitglieder, drückten ihren Sportmitgliedern am Rande des Spielgeschehens alle Daumen. Dabei versäumten sie es nicht, gute Erinnerungsfotos zu schießen.

Um 16 Uhr schickte der Fachwart Marcus Braun acht Damen, 25 Herren und drei Jugendliche für zwei Runden in gemischten Dreiergruppen zum "Massenstart"; das heißt, der Spielbeginn war gleichzeitig für alle an den unterschiedlich schwierigen 18 Bahnen.

In beiden Durchgängen waren im Vergleich zu den Profis je drei Spielerleichterungen möglich. Zum Glück musste nicht durch das enge Rohr gespielt werden. Es reichte, an den beiden Hügeln seitlich vorbei zu zielen. Auch das Loch des Mittelkreises konnte leichter angespielt werden, denn dort wurden links und rechts zwei Kegel aufgestellt. Für das Labyrinth wurde ein harter Ball zur Verfügung gestellt. Dieser bewirkte ein leichteres Einspiel in das Ziel. Auch konnte jede Öffnung benutzt werden. Vereinsspieler müssen die zweite Öffnung von rechts treffen.

Auffallend war, dass im Vergleich zum Vorjahr nun zehn Teilnehmer (m/w/j) mit einem eigenen Schläger und eigenen Bällen spielten. Diese Entwicklung ist erfreulich, zeigt es doch, dass Minigolf sich als anerkannte Sportart im DSSV immer größerer Beliebtheit erfreut.

Aus den beiden Spielrunden wurden Einzel-Ergebnisse der Damen und Herren und auch der jeweils drei besten Spieler (m/w) der gemeldeten Mannschaften ermittelt. Berlin stellte mit sieben Spielern als einziger Verein zwei Mannschaften und hatte durch eine unglückliche Aufstellung das Pech, vom möglichen 4. Platz auf den 6. Platz abzurutschen.

Für die Sportgruppe des Schwerhörigen Vereins München war diese Meisterschaft überaus erfolgreich.

Der erst 12-jährige Jonas Maier aus München wurde verdienter Erster bei den Jugendlichen. Mit seinen 80 Schlägen wäre er in der Gesamtwertung der 36 Teilnehmer Fünfter geworden. Die Jugendlichen spielten ein Freizeitturnier unter sich aus.

Damen Einzel:

Bei den Damen musste man erkennen, dass das Niveau stark gestiegen ist. Die Konkurrenz lag dicht beieinander. Elke Maier (Vizemeisterin 2012) und Birgit Späte (Meisterin) 2012) lieferten sich einen spannenden Zweikampf um den Titel. Diesmal hatte Elke Maier die Nase vorn. Sie gewann mit 80 Schlägen gegenüber Birgit Späte aus Hannover mit 81 Schlägen den Titel 2013. Sandra Briel aus Kassel war die Überraschung in Karlsfeld. Sie erspielte mit 88 Schlägen den dritten Rang und drang in das Erfolgstrio Birgit Späte, Elke Maier und Marlis Richter ein. Marlis Richter musste sich diesmal trotz 16 Schläge weniger als im Vorjahr mit Platz 4 begnügen.

Tabelle Damen-Einzel

DSSV Meisterin: Elke Maier, SSG München, 80 Schläge
Vizemeisterin: Birgit Späte, SSC Hannover, 81 Schläge
3. Platz: Sandra Briel, SSC Kassel, 88 Schläge
4. Platz: Marie –Luise Richter, SSC Berlin, 95 Schläge
5. Platz: Katja Klahold-Schön, SSC Kassel, 103 Schläge
6. Platz: Stephanie Richter, SSC Hannover, 107 Schläge
7. Platz: Monika Rambow, SSC Berlin, 111 Schläge
8. Platz: Sabine Meier, HFS Franken, 130 Schläge

Herren Einzel

Auch bei den Herren ist das Spielniveau gestiegen. Der Münchner Lothar Fritzsche und der Hannoveraner Martin Stelzer lieferten sich einen spannenden Zweikampf um den DSSV Meisterttitel. Beide Spieler waren am Ende punktegleich mit 65 Schlägen. Ein schlechteres Ergebnis auf dem "Blitz" führte zum zweiten Platz für den Lolly aus München. Damit konnte Martin Stelzer seinen Titel verteidigen. Den 3. Rang erspielte sich Bernd Ruhnau aus Hamburg mit 73 Schlägen. Wie hoch das Niveau bei den Herren gegenüber dem Vorjahr gestiegen ist zeigte sich darin, das bis zum Platz 15 alle Spieler einen Durchschnitt unte 50 pro Durchgang hatten.

Tabelle Herren-Einzel

  • DSSV Meister Martin Stelzer, SSC Hannover, 65 Schläge
  • Vizemeister Lothar Fritzsche, SSG München, 65 Schläge
  1. Platz Bernd Ruhnau, Hamburger SSV, 73 Schläge
  2. Platz Jochen Kühne, SV Vaihingen, 76 Schläge
  3. Platz Wolfgang Slania, SSC Berlin, 81 Schläge
  4. Platz Timo Rohrbach, SV Vaihingen, 85 Schläge
  5. Platz Thomas Maurer, HFS Franken, 85 Schläge
  6. Platz Stefan Neunzig, SSG München, 89 Schläge
  7. Platz Manfred Müller, SSG München, 90 Schläge
  8. Platz Marcus Braun, SV Vaihingen, 90 Schläge
  9. Platz Werner Latzkow SSG Freiburg, 97 Schläge
  10. Platz Thomas Schatz, SSC Kassel 98, Schläge
  11. Platz Bernd Böning, Hamburger SSV, 99 Schläge
  12. Platz Gerhard Fischer, SSC Berlin 99 Schläge
  13. Platz Frank Simon, SSC Kassel, 99 Schläge
  14. Platz Michael Krogmann, Hamburger SSV, 104 Schläge
  15. Platz Martin Fischer, SSG Freiburg, 105 Schläge
  16. Platz Johannes Lüpges, SSC Kassel, 107 Schläge
  17. Platz Ernst Sonnenburg, SSC Berlin, 110 Schläge
  18. Platz Thomas Moltrup, HSF Franken, 111 Schläge
  19. Platz Wolfgang Rambow, SSC Berlin, 118 Schläge
  20. Platz Peter Dziubek, SSC Berlin, 118 Schläge
  21. Platz Johannes Scheurer, SV Vaihingen, 119 Schläge
  22. Platz Armin Kölbl, HFS Franken, 124 Schläge
  23. Platz Jürgem Borgas, SSG Freiburg, 145 Schläge

Mannschaft (m/w)

Für München konnte mit zusätzlicher Hilfe von Stephan Neunzig (89) und Manfred Müller (90) das Mannschaftsgold erspielt werden (234 Schläge). Es folgten auf den weiteren Plätzen Vaihingen mit 251 und Hannover mit 253 Schlägen.

Für Vaihingen schlugen Jochen Kühne (76), Timo Rohrbach (85), Marcus Braun (90) und Johannes Scheurer so manche Asse. Die erfolgreichen Mannschafts-Minigolfer aus Hannover hießen: Birgit Späte (81), Stephanie Richter (107) und Martin Stelzer (65).

Tabelle Mannschaften
  • DSSV MeisterSSG München 234 Schläge
  • Vizemeister SV Vaihingen 251 Schläge
  1. Platz SSC Hannover, 253 Schläge
  2. Platz Hamburger SSV, 276 Schläge
  3. Platz SSC Kassel, 285 Schläge
  4. Platz SSC Berlin, 286 Schläge
  5. Platz HFS Franken, 314 Schläge
  6. Platz SSC Berlin 2, 328 Schläge
  7. Platz SSG Freiburg, 347 Schläge

Diese Meisterschaft wurde noch vor Einbruch der Dunkelheit um 19.30 Uhr beendet. Zum gemütlichen Ausklang gab es ein mit viel Liebe zubereitetes Essen vom Grill auf der Terrasse der Familie Vacho, gleich neben dem Miniatur- und Tennisplatz. Wer wollte, konnte anschließend das Fußballspiel Österreich gegen Deutschland ansehen. Viele machten sich jedoch gegen 21 Uhr auf den Weg nach Germering, um sich für den nächsten Tag und die 10. Boule Meisterschaft zu stärken. Sie ahnten wohl auch, wer die Qualifikation gewinnen würde.

Alle Mitglieder des 1.Münchener Minigolf Clubs in Karlsfeld ermöglichten es den Münchener Teilnehmern, sich auf diese Meisterschaft vorzubereiten. Sie zeigten durch ihr Mitwirken ein hohes Maß an Verständnis für Integration in die Gesellschaft mit Hilfe der Minigolfbälle.

Eine schwerhörige Reporterin hat sehr interessiert die Spiele beobachtet und zwischendurch Interviews geführt. Ihr interessanter Beitrag wurde in den Dachauer Nachrichten veröffentlicht. Auch der Bayerische Minigolfverband und der 1. MMGC schweigen nicht über unsere tollen Erfolge. Die Links dazu lauten:

Der Schwerhörigen Verein München dankt allen Beteiligten für die gelungene Meisterschaft!