DEUTSCHER SCHWERHÖRIGEN SPORT VERBAND e. V.
 
Die Erstbesteigung zum Grasleitenkopf (1434 m) – Lenggries
Lolli Fritzsche

Viele Erstbesteiger der Münchner Schwerhörigen dachten an die drohenden Samstags-Regenwetter für die Bergwanderung zum Grasleitenkopf am 4. Mai 2013 bei Lenggries und blieben lieber zu Hause. Der verrückte heimische Bergwanderer, Lolli Fritzsche, ließ sich von der Wettervorhersage nicht beirren, da er sich in dieser Gegend noch gut auskennt.

Treffpunkt war um 9:30 Uhr in Lenggries, liegt im Isartal im Alpenvorland am Eingang zum Karwendelgebirge, der Parkplatz von Schloß Hohenburg (708m).

Lolli machte sich für die angenehme Wetterwanderung fit und es kam tatsächlich kein einziger Begleiter. Los ging es um 10 Uhr mit der Erstbesteigung der Münchner Schwerhörigen zum Grasleitenkopf.

Unterwegs konnte man die Kühe und Schafe, die an den herrlich frischen Weiden grasten, sehen und schon ist man, den Hirschbach entlang, leicht aufsteigend, im dichten Wald verschwunden.

Nach ca. einer Stunde kam ein 73jähriger Einheimischer vom Berg herunter und Lolli staunte nicht schlecht, dass er bereits auf dem Rückweg vom Grasleitenstein kam. Dieser war bereits seit aller Herrgottsfrühe, 6:30 Uhr, auf den Beinen und er freute sich auf ein ausgiebiges Mittagessen mit seiner Frau zu Hause in Gaisach. Er gab vorher noch Lolli einen guten Wegetipp.

Durch den Tipp erreichte man schnell den steilaufsteigenden Waldpfad und danach die Bergpfadsteige direkt zum Grasleitenstein (1268m) bzw. zum Grasleitenkopf.

Voll verschwitzt belohnte Lolli gegen 12:15 Uhr für die Erstbesteigung der Münchner Schwerhörigen die kontrastreiche durch dichte Wolken blinzelnde neugierige Sonne und die grandiosen Tal-Berg-Panoramen.

Man sah im Osten den Geierstein (1491m), den Fockenstein (1564 m) und die Tegernseer Berge, im Westen liegt der Hausberg von Lenggries, das Brauneck mit 1555 m Höhe (noch teilweise schneebedeckt, auch die österreichischen schneebedeckten Gebirge.

Lolli machte eine kleine Foto-Fress-Sauf-Pause und ging weiter zum nächsten kleinen Gipfelkreuz mit einer geschnitzten, kleinen, überdachten Jesusfigur mit Blick zum Seekarkreuz (1601m).

So um 13:30 Uhr ist man an der Lenggrieser Hütte (1338m), erbaut 1949/50 am Südrand eines wunderschönen Kessels direkt westlich des Seekarkreuzes (1601m/Bayerische Voralpen). Von der Terrasse eröffnet sich ein traumhafter Blick nach Süden auf das Karwendel bis hinüber zum Wettersteingebirge.

Bis zum Parkplatz lief man direkt zum Grasleitensteig nach Lenggries–Mühlbach-Schloß Hohenburg (für Mountainbiker ungeeignet). Genau da machte Lollis Knie Probleme, da man über 1 1/2 Stunden steil herunter musste, bis man auf der anderen Seite der Kuhweide gegen 15:50 Uhr, zur Begrüßung blutige Kuhkämpfe (spanische Art?), um 16 Uhr zum Parkplatz kam.

Fazit: Kein Regen, anstrengend, kein einziger Mountainbiker, kaum Wanderer, einheimischer Tipp, kontastreiche Panoramen, Erstbesteigung ohne Rutschgefahren, Schwindelfreiheit und ein Mindestmaß an Trittsicherheit vorausgesetzt.

Zufrieden fuhr Lolli direkt nach Hause (17 Uhr mit Regen!), duschte sich sofort den übelriechenden Schweiß weg und schlief mit einer Maß Bier vorm Fernseher ein.

Die nächsten wunderschöne Wanderungen, die für alle sehr gut geeignet sind, sind vom 25.08. bis 01.09.2013 in Kirchberg/Tirol und am 16.11.2013 nach Hochschergen.

Manchmal gibt es auch spontane Wanderung, je nach Wetterlage. Wer gerne dabei sein möchte, kann sich jederzeit an Lolli oder auch dem Sportleiter Daniel Sailer wenden.