DEUTSCHER SCHWERHÖRIGEN SPORT VERBAND e. V.
 
18.DSSV Bowling-Meisterschaft am 27.10.2012 in Hamburg
Dieter Wilczynski

Am 27.10.2012 fand die 18. DSSV Bowling-Meisterschaft zum dritten Mal in Hamburg statt. Angemeldet hatten sich 93 Teilnehmer. Es nahmen aber 86 Spieler an der Meisterschaften teil, sie kamen aus 12 Ortsvereinen, es waren 30 Damen und 56 Herren. Auch der HFS Franken schickte zum ersten Mal eine Herrenmannschaft zur Meisterschaft. Im Prinzip könnte ich als Fachwart mit der Tatsache, dass Teilnehmer aus zwölf Ortsvereinen teilgenommen haben, zufrieden sein. Mitnichten, besser wäre, wenn die zwölf Vereine jeweils eine Herren- und eine Damenmannschaft stellen würden. Dieses werde ich wohl bei meinen beiden letzten Meisterschaften als Fachwart nicht mehr erleben.

Freitag, den 26.10.2012, Geselliger Abend

Wie in den letzten Jahren organisierte der Fachwart einen geselligen Abend. Nachdem der Ort kurzfristig geändert wurde, kamen am Freitagabend über vierzig Personen in die Privatbrauerei "Gröninger Braukeller", die sich bei deftigem Essen und lecker schmeckendem Bier köstlich amüsierten.

Samstag, den 22.10.2011, Bowling Meisterschaften

Wie in all den Jahren zuvor konnte ich auch diesmal alle Sportler pünktlich um 8:30 Uhr begrüßen. Leider konnte mir der Hamburger SSV keinen Helfer für die Eingabe der Ergebnisse in den PC zuteilen. So wurde ich selber tätig, in dem ich mir einen Helfer suchte. Ich konnte Jennifer Bloß, die Tochter von Kerstin Bloß, davon überzeugen mir zu helfen. Hier an dieser Stelle noch mal ein großes Dankeschön an Jennifer. Jennifer, du hast mir sehr geholfen.

Damen-Mannschaft

Sieben Damenteams gingen an den Start: 2x Berlin, 2x Hamburg, GSBV Halle, SFV Halle, SSC Kassel und GSV Magdeburg.

Nach der ersten Runde gingen die Mädels aus Kassel in Führung. Das war's dann aber auch für die Mädels. Ab der 2. und 3. Runde lief nichts mehr zusammen. Sie wurden nur vierte. Drei Teams kämpften um die Plätze. Erstaunlicherweise waren die Berliner mit dabei. Sie mussten auf zwei ihrer Spitzenspielerinnen verzichten. Dann natürlich die Hamburgerinnen und die Damen von GSBV Halle.

Im dritten Spiel verabschiedeten sich die Berlinerinnen von dem Führungsduo. Sie kamen auf den dritten Platz. So blieben nur noch zwei Mannschaften für die Plätze eins und zwei. Im letzten Spiel machte Heike Springer aus Halle den Unterschied. Sie schob 198 Pins, der Garant für den Titel ihrer Mannschaft. Somit wurde der GSBV Halle zum zweiten Mal Deutscher Meister vor Hamburg.

Herren-Mannschaft

Elf Mannschaften und ein DSSV-Team gingen hier an den Start. Die Hamburger konnten sogar drei Mannschaften melden. Ansonsten waren 2x Berlin, SSC Kassel, SSC Essen, SFV Halle, HFS Franken, SSC Hannover und GSBV Halle dabei.

Wie immer setzte sich der Titelfavorit SSC Berlin 1 nach dem ersten Spiel gleich deutlich von seinen Verfolgern ab. 120 Pins mehr als der erste Verfolger. Da sich die Berliner im 2. Und 3. Spiel auch noch steigern konnten, ging wie in all den anderen Jahren der Titel wieder einmal an den SSC Berlin 1. Nach drei Spielen hatten sie einen Vorsprung von knapp 400 Pins. Somit alter und neuer Deutscher Meister der SSC Berlin 1.

Wie schlugen sich denn unsere neuen Freunde aus Franken? Fazit: Sie müssen noch fleißig trainieren. Sie kamen nicht über den letzten Platz hinaus. Aber wer wurde 2. und 3.? Hier gab es ein Kopf an Kopf Rennen zwischen den Hamburg SSV 1, SSC Kassel 1. und der 2. Mannschaft aus Berlin. Die Positionen wechselten nach jeder Runde.

Schwer enttäuscht war der Hamburg SSV 1. Er schaffte es nicht, unter die ersten drei zu kommen. Sie hatten sich bestimmt viel mehr vorgenommen, aber verkrampften vielleicht dabei. Gerade mal Olaf Drews konnte einigermaßen das Niveau halten. Die anderen vier versagten. In der letzten Runde drehte die 2. Mannschaft aus Berlin richtig auf. Sie konnten noch die Kassler Spieler vom 2. Platz abfangen. Damit wurde der SSC Berlin 2 Vizemeister und der SSC Kassel wurde dritter.

Damen Einzel

Zehn Damen aus sechs verschiedenen Ortsvereinen qualifizierten sich für das Finale. Auch die Titelverteidigerin vom GSBV Halle, Heike Springer, war dabei. Zum ersten Mal ins Finale schaffte es Regina Böning aus Hamburg.

Wie immer starten die Teilnehmer im Finale mit null Punkten, die Punkte aus der Vorrunde werden nicht übernommen. Einen sehr guten Start erwischte Gundula Braun aus Essen, die mit einem 192er Spiel gleich in Führung ging. Die TV Heike Springer fing mit 135 Punkten schwach an. Nach der 2. Runde führte immer noch Gundula, gefolgt von Birgit Nürnberger-Hagedorn und Heike Springer. Auch nach dem dritten Spiel konnte Gundula ihren Vorsprung halten. Er schmolz zwar, aber es reichte noch. Damit holte Gundula Braun aus Essen ihren fünften Einzeltitel.

Die TV Heike Springer vom GSBV Halle holte sich die Vizemeisterschaft. Im letzten Spiel machte Simone Kühnel ein Riesenspiel, mit dem höchsten Spiel des Tages (200) kämpfte sie sich noch auf den 3. Platz vor.

Herren Einzel

Auch bei den Herren qualifizierten sich zehn Herren aus sechs Ortsvereinen für das Finale. Natürlich waren die Berliner mit vier Teilnehmern wieder am stärksten vertreten. Mit von der Partie war auch der TV Dieter Wilczynski aus Berlin. Aber um es vorweg zu nehmen, er spielte im Finale keine Rolle (6. Platz). Eine ganz starke Rolle spielte Walter Fetscher vom SV Vaihingen, der wohl an diesem Tag sein bestes Bowling spielte seit er bei den DSSV Meisterschaften dabei ist, im 1. Spiel = 237, 2. Spiel = 204, 3. Spiel = 198, das macht 639 Punkte. Das konnte kein anderer im Finale toppen. Somit ist Walter Fetscher (sensationell) zum ersten Mal Deutscher Meister im Herreneinzel geworden.

Der Vorrundenbeste, Gerald Schlenther aus Berlin, holte sich wenigstens den 2. Platz. Der 3. Platz ging an Alfred Wilczynski aus Berlin, er schob in der Vorrunde das beste Spiel des Tages (255 P.).

Damen Doppel

Fünfzehn Damendoppel mussten drei Spiele absolvieren, um den Deutschen Meister zu ermitteln. Wie im Herreneinzel spielten auch hier im Damendoppel die Titelverteidigerinnen (TV) aus Hamburg, Petra Wurr und Sigrid Kosmalla, keine Rolle bei der Vergabe des Titels. Sie wurden nur achte. Es gab auch kein Doppel, das wirklich mit starken Leistungen überzeugen konnte, deswegen waren auch nach dem 2. Spiel fünf Doppel auf Augenhöhe

Stand nach dem 2. Spiel:
  1. Krieger Bade > Hamburg SSV = 314 P.
  2. Röcke Wolf > GSV Magdeburg = 313 P.
  3. Böning Ruhnau > Hamburg SSV = 305 P.
  4. Beator Richter > SSC Berlin = 303 P.
  5. Stumm Below > GSBV Halle+SSC Hannover = 300 P.

Das dritte und letzte Spiel musste die Entscheidung bringen. Es gab eine Entscheidung. Zum ersten Mal Deutsche Meisterinnen im Doppel wurden Iveta Röcke und Irene Wolf vom GSV Magdeburg. Der 2. Platz ging an Cordula Beator und Marlies Richter vom SSC Berlin. Marlies Richter sagte mir bei der Siegerehrung, dass dies ihre letzte Teilnahme bei der Meisterschaft war. Sie muss aus gesundheitlichen Gründen passen. Das tut mir sehr leid. Marlies, ich DANKE dir für deine jahrelange Treue zu den Bowling Meisterschaften. Auf den 3. Platz kamen Regina Böning und Gaby Ruhnau aus Hamburg.

Herren Doppel

27 Herrendoppel gingen an den Start, um den Titelverteidiger vom Sockel zu stoßen. Dieses gelang, Walter Fetscher und Manfred Lotter (SV Vaihingen) konnten ihren Titel nicht verteidigen. Sie kamen am Ende auf den 7. Platz.

Auch wie bei den Damen gab es kein Doppel, was Bäume ausriss. Hier war Kontinuität gefragt. Dieses konnte am besten das Doppel vom SFV Halle umsetzen. Für mich sensationell, wurden Reinhard Mifek und Jens Preißner Deutscher Meister im Doppel. Auf dem 2. Platz: Olaf Drews und Michael Guth aus Hamburg, auf dem 3. Platz: Gerald Schlenther und Dieter Wilczynski aus Berlin.

Siegerehrung und Abschlußfeier

Nachdem wir frühzeitig mit der Meisterschaft fertig waren, wen wundert's, wir konnten 34 Bahnen benutzen. So hatten alle genügend Zeit, um sich für die Abschlussfeier frisch zu machen. Diese fand im Restaurant Lington`s statt. Der Raum war groß genug, um eine ordentliche Siegerehrung durchzuführen. Leider verlief die Essensversorgung etwas unglücklich (das sollte reichen).

Wie immer wurde die Siegerehrung professionell vom Fachwart Dieter Wilczynski geführt. Sein Vorschlag, die nächsten Mannschaftsmeisterschaften der Damen und Herren so zu ändern, dass in Zukunft bei den Damen 3er-Teams und bei den Herren 4er-Teams an den Start gehen, wird sich praktisch nicht umsetzen lassen. Es wird keine Änderung bei den Meisterschaften in Nürnberg 2013 geben. Hierzu werden alle Vereine von mir noch eine Info bekommen.

Die nächste Meisterschaft findet am 26.10.2013 in Nürnberg statt. Der Ausrichter dieser Meisterschaft ist der HFS Franken. Auf die Zusammenarbeit mit Kerstin Bloß freue ich mich schon. Bis dahin wünsche ich euch allen viel Gesundheit