DEUTSCHER SCHWERHÖRIGEN SPORT VERBAND e. V.
 
Abenteuerliche Schnee-Bergwanderung - Spitzingsee
Lothar Fritzsche

Mit Bob und PKW traf man sich am 28. April 2012 zu dritt um 9 Uhr am Bahnhof Schliersee. Einer verschlief in München die wunderschöne Schnee-Bergnatur.

Nach 20 Minuten Fahrt durften die zwei Pkws beim Kurvenlift, nähe Bergsee (1150m), frei parken und sich für die nächsten Fahrten bis zur Rückkehr der Wanderer erholen.

Gegen 10.30 Uhr erreichten wir, Hermann Impler, Jochen Gailer und Lothar - (alias Lolli Fritzsche) zunächst über den schneefreien breiten Forstweg, dann über tiefe Schneepfadspuren die bekannte oberen Firstalm mit Berggasthof (1375m, W1 = leichter Schwierigkeitsgrad).

Dort genossen wir bei warmen Kakao und frischer Schorle das herrliche sonnige Bergwetter und das immer noch klare, schneereiche Bergpanorama.

Eine gute Stunde später folgten wir unserem gleichen Schneespurweg bis zur unteren Firstalm (1318m) und dort verabschiedeten wir uns von Hermann. Er ging den gemütlichen Forstweg entlang zu seinem Lieblingsvehikel und mit diesem fuhr er freudig zu seinem wartenden Besuch heim.

Über die immer noch schneereichen unteren Firstalm mit ihren Skipisten stiegen Jochen und Lolli mühsam zur Einsattelung zwischen dem Stümpflinger und Roßkopfer Gipfelkreuz (1580m) ein.

Am Gipfelkreuz begrüßte uns gegen 12.50 Uhr der stürmische Wind. Wir ließen uns nicht von den kalten Böen beirren und genossen die tolle Rundumaussicht.

Über einen breiten Verbindungsrücken, in südlicher Richtung über einen schmalen schneebedeckten Pfad im bewaldeten Schneegebiet, verloren wir leicht die Orientierung zum Rotkopf (1602m). Wir sackten ab und zu bis in die Hüften tief in die tückischen Schneelöcher ein. Zum Glück fanden wir immer wieder die roten Markierungen und diese wiesen uns das richtige Ziel zum Stolzenberger (1609m) Gipfel. Zuvor konnten wir die Bodenschneid und den Tegernsee sowie ganz weit weg auch e München erkennen.

Dort angekommen, zunächst mit Blicken zum grünblau schillernden Spitzingsee mit seinem Ort und dann auch zur "Gehörlosen Bergfreunde Hütte", erschauerten wir wegen der Geschichte über vier tote Bergkameraden. In welchem Ausmaß die damalige Lawine den Weg zur Berghütte der ehemaligen Gehörlosen fand, erinnerte uns nur noch die alte Ruine.

Wir liefen den ganzen schneebedeckten und steilen Berghang bis zu der neu erbauten "Gehörlosen Haushamer Berghütte" hinunter und machten dort um 16 Uhr eine kurze Rast von dem doch sehr anstrengenden schneebedeckten Pfad mit der Schwierigkeitsstufe W2.

Weitere schneebedeckte Pfadspuren führten uns bis zu den beliebten Spitzingsee Loipen ins Talgebiet und wir machten bei der willkommenen Gaststätte für 1 Stunde bei 1 Liter Milch und Radler Rast.

Zwischendurch hatten wir durch die anstrengenden Schneepfade kleine Wadenkrämpfe, wobei sich diese nach 15 Minuten durch Ruhestellung wieder besserten.

Über Spitzing Ort - halb um den Bergsee - mit vielen neuen Eindrücken nahm uns unser wartender PKW gegen 18.15 Uhr freudig auf.

Jochen fuhr mit Bob und Lolli mit seinem PKW-Bus heim. Beide bereuten nichts von diesen neuen Erlebnissen, auch wenn diese anstrengend waren.

Unsere nächste Bergwanderung findet am 30. Juni 2012 statt. Diese führt uns zur Chiemgauer Hörndlwand (Schwierigkeitsgrad: W1 - W2).