DEUTSCHER SCHWERHÖRIGEN SPORT VERBAND e. V.
 
38. DSSV Tischtennis-Meisterschaft in Warburg
Gerhard Fischer

Der Spielort der Tischtennismeisterschaften war das romantische Kleinstädtchen Warburg. Eine Kleinstadt mit vielen alten Fachwerkhäusern und einer gut erhaltenden Burg. Kulturell hat dieser Ort einiges zu bieten. Es ist der Wohnort unserer Frauen-, Kegelwartin und Vereinsvorsitzenden SSC Kassel, Katja Klahold-Schön.

Katja gab sich große Mühe, ihren Gästen neben dem sportlichen Abläufen auch sonst eine gute Gastgeberin zu sein. Ihr holder Ehegatte unterstützte sie dabei. Man organisierte einen Fremdenführer, der den Gästen die Geschichte von Warburg auf einem Stadtrundgang erläuterte.

Neben dem Kulturellen gab es noch ein sportliches Programm. Wie? Ach ja: Die DSSV Tischtennismeisterschaften. Es ist gar nicht so einfach, über eine Meisterschaft zu berichten, wo man nicht dabei war. Glaubt man so manchem Redakteur einer Zeitung, schreibt er seine Berichte nach dem Hörensagen und Phantasie. Ich verrate euch noch etwas. In der Vergangenheit habe ich als Redakteur der Internetseiten schon so manchen Bericht geschrieben, wo ich nicht vor Ort war. Das hat keiner bemerkt. Es fiel zwei Personen auf, dass ich über eine Meisterschaft geschrieben habe, wo ich nicht dabei war. Sie bestätigten mir, dass mein Bericht überraschend dem Geschehen entsprach.

Mannschaft - Mixed

Der HFS Franken wurde seiner Favoritenrolle gerecht. Mit Sabine Meier und Herbert Hirchfelder hatten sie die beiden Einzelmeister in der Mannschaft. Die Überraschung oder Enttäuschung war der SSC Berlin. Durch die Verletzung von Wolfgang Slania, der sich trotzdem für sein Team plagte, waren sie chancenlos. Für Düsseldorf und Kassel war der Weg zum Siegertreppchen frei.

  • Mixedmeister: HFS Franken
  • Vizemeister: SSC Düsseldorf
  • 3. Rang: SSC Kassel
  • 4. Rang: SSC Berlin

Herrenmannschaften

Auch hier konnte sicher die Hamburger wieder ihren Titel verteidigen. Die Spielgemeinschaft SSC Berrlin/SV Vaihingen wurde Vizemeister. Damit wurde der Doppelerfolg der Hamburger verhindert. Das 2. Hamburger Herrenteam landete auf den 3. Platz, den 4. Platz belegte der SSC Kassel.

  • Herrenmannschaftsmeister: Hamburger SSV I
  • Vizemeister: SSC Berlin/SV Vaihingen
  • 3. Rang: Hamburger SSV II
  • 4. Rang: SSC Kassel

Dameneinzel

So lange die guten Spielerinnen aus Berlin nicht dabei sind, wird Sabine Meier vom HFS Franken nicht zu stoppen sein. Auch in Warburg gewann sie den Titel im Dameneinzel. Die anderen Spielerinnen können sie nicht bezwingen. Die weiteren Ränge waren keine Überraschung. Tiina Pöhler vom SSC Düsseldorf wurde Vizemeisterin. Danach folgten Monika Rambow und Gisela Thöne. Vielleicht ändert sich da etwas im nächsten Jahr.

  • DSSV Meisterin: Sabine Meier, HFS Franken
  • Vizemeisterin: Tiina Pöhler, SSC Düsseldor
  • 3. Rang: Monika Rambow, SSC Berlin
  • 4. Rang: Gisela Thöne, SSC Kassel

Herreneinzel

Für mich etwas überraschende Ergebnisse. Altmeister Herbert vom HFS Franken gelang es wieder, auf das oberste Treppchen zu steigen. Er konnte sich gegen den Titelträger der letzten zwei Jahre, Klaus Gütschow, durchsetzen. Der Vizemeister der letzten zwei Jahre, Wolfgang Slania, hatte schwere Rückenprobleme und damit keine Chance im Titelrennen. Hinter Klaus Gütschow folgte Harald Schön und Christian Gewiese. Auch hier darf man gespannt sein, wie das im nächsten Jahr abläuft.

Wie bei den Damen so auch bei den Herren werden wohl bei den Tischtennismeisterschaften 2012 in Berlin die spielstarken Berliner eventuell dabei sein.

Doppel

Sabine Meier holte auch in diesem Jahr den Titel im Doppel. Sie hatte mit Rüdiger Schöler (SSC Düsseldorf) lediglich einen neuen Spieler an ihrer Seite. Die Vizemeisterschaft ging an Christian Gewiese und den Neuling aus Berlin, Haufe Hoops. Den 3. Rang erkämpften sich Martin Fischer und Frank Simon. Tiina Pöhler wurde an der Seite von Klaus Gütschow Vierte.

  • DSSV Doppelmeister: Sabine Meier (HFS Franken)/Rüdiger Schöler (SSC Düsseldorf)
  • Vizemeister: Christian Gewiese (Hamburger SSV)/Haufe Hoops (SSC Berlin)
  • 3. Rang: Martin Fischer(SSG (Freiburg)/Frank Simon (SSC Kassel)
  • 4. Rang: Tiina Pöhler (SSC Düsseldorf)/Klaus Gütschow (Hamburger SSV)

Nach den Wettkämpfen fand man sich im gemütlichen Restaurant zum gemeinsamen Essen ein. Die Siegerehrung fand statt, war aber sehr betrüblich. Ich würde vorschlagen den Mantel des Schweigens darüber zu legen.

Ich denke, dass in Berlin, wieder um Himmelfahrt, alles besser wird.