DEUTSCHER SCHWERHÖRIGEN SPORT VERBAND
Im Deutschen Schwerhörigenbund e. V.
 
Deutsche Tischtennismeisterschaften des DSSV vom 1.5. - 2.5.2009 in Emmendingen
Gerhard Fischer

Emmendingen war in diesem Jahr der Treffpunkt der Tischtennisspieler.

Sie kamen aus Berlin, Hamburg, Vaihingen, Erlangen und dem naheliegenden Freiburg. Vermisst wurden die Spieler aus Düsseldorf und Kassel sowie München. Schade!

Die Berliner und Hamburger waren die beiden ersten Vereine, welche am Donnerstagnachmittag in dem beschaulichen Schwarzwaldstädtchen eintrafen.

Der dort beheimatete Gastgeber Martin Fischer empfing uns und machte uns mit Emmendingen vertraut. Am Abend trafen sich die bis dahin eingetroffenen Sportler im Restaurant "Grüner Baum", wo nach dem Essen G. Fischer, assistiert von Uwe Bösecke, die Auslosung für die Wettkämpfe durchführte.

Der Freitagvormittag stand den Sportlern noch zur freien Verfügung. Wolfgang Slania und Gerhard Fischer machten sich schon einmal warm. Beide wanderten noch zur 6,5 KM weit entfernten Burg von Emmendingen. Die Anstrengungen hatten sich gelohnt. Nach einer halbstündigen Besichtigung ging es die 65000 m nach Emmendingen zurück.

Pünktlich um 14:00 Uhr konnte der DSSV Tischtennisfachwart die 24 Teilnehmer/innen begrüßen. Wir begannen zum Leid der Hamburger Herren mit den Mixedmeisterschaften. Das führte zu langen Wartezeiten bei den Herrenwettkämpfen. Gerhard Fischer, der die Meisterschaften leitete, spielte auch noch in beiden Mannschaftswettkämpfen mit. Das hätte er mal lieber lassen sollen. Zusätzlich kam noch ein Einspruch gegen eine Spielerin, die mit nicht mehr erlaubtem Belag spielte. Ihre Spiele mussten als verloren gewertet werden. Soviel zu dem Chaos bei den Mannschaftswettkämpfen.

Mannschaft-Mixed

Mit Berlin, Erlangen, Vaihingen und Freiburg nahmen 4 Mannschaften an diesem Wettbewerb teil. Es spielte jeder gegen jeden. Berlin musste auf Elke Tönnies verzichten und war dadurch stark geschwächt. Vaihingen mit ihren Neulingen Reinhard Schmiedl und Petra Eckstein überraschten mit guten Leistungen und bezwangen die Berliner mit 4:2 Punkten. Favoriten waren die Freiburger und Erlanger. Dieses spiegelte sich dann auch in den Ergebnissen nieder. Nach der Niederlage gegen Vaihingen unterlagen die Berliner mit 0:4 gegen Erlangen und 3:4 gegen Freiburg. So ergab es sich, dass die Begegnung Freiburg- Erlangen als Finale heraus kristallisierte. Diese Begegnung war von der Spielstärke beider Mannschaften sehr ausgeglichen. Als genauer Beobachter schien hier die größere Spielstärke von Serkan Kizilkaya gegenüber Thomas Kluck zu sein. Serkan holte bei beiden Spielen im Einzel und Doppel gegen Thomas beide Punkte. Dieses führte zum 4:2 Erfolg der Freiburger, die damit ihren Titel von 2008 verteidigten. Herzlichen Glückwunsch nach Freiburg.

Ergebnisse:
Berlin - Erlangen 0:4
Freiburg - Vaihingen 4:2
Berlin - Freiburg 3:4
Vaihingen - Erlangen 1:4
Vaihingen - Berlin 4:2
Freiburg - Erlangen 4:2

Tabelle:
DSSV Meister: SSG Freiburg, 6:0
Vizemeister: ISG Erlangen, 4:2
3. Platz: SV Vaihingen, 2:4
4. Platz: SSC Berlin, 0:6

Mannschaft Herren

Bei den Herrenmannschaften meldeten sich 6 Teams. Hier wurde in 2 Gruppen mit jeweils 3 Mannschaften gespielt. Die Auslosung ergab folgende 2 Staffeln.

Gruppe A: Hamburg II - Berlin - Hamburg III
Gruppe B: Hamburg I - Erlangen - Freiburg

In der Gruppe A konnte die 2. Mannschaft von Hamburg ihre Spiele gegen Berlin mit 4:1 und gegen Hamburg III mit 4:0 gewinnen. Die Berliner konnten sich knapp mit 4:3 gegen Hamburg III behaupten.

  1. Hamburger SSV II 4:0
  2. SSC Berlin 2:2
  3. Hamburger SSV 0:4

Die Gruppe B war die weitaus stärke Gruppe. Die 1. Mannschaft von Hamburg konnte sich in dieser starken Gruppe behaupten. Entscheidend war hier wie auch in der 2. Mannschaft, dass sie auf allen Spielpositionen starke Spieler hatten. Beide Spiele gegen Erlangen und Freiburg wurden jeweils mit 4:0 gewonnen. Im Spiel um den 2. Platz in der Gruppe endete die Begegnung Erlangen-Freiburg mit 4:0 für die Freiburger.

  1. Hamburger SSV I 4:0
  2. SSG Freiburg 2:2
  3. ISG Erlangen 0:4

Aus Zeitgründen verzichteten wir auf das Überkreuzspielen der beiden Gruppenersten. So lautete das Finale Hamburg I - Hamburg II. Im kleinen Finale um den 3. Platz standen sich Berlin und Freiburg gegenüber.

Im Finale um den 3. Platz machte es der Berliner Wolfgang Slania spannend. Durch seine Matchgewinne wurde das Spiel erst im 6. Spiel für Freiburg entschieden. Die Freiburger wurden damit Dritter.

Im reinen Hamburger Finale gab es zwar zum Teil knappe Ergebnisse bei den Spielen, aber die Spieler der 1. Mannschaft konnten ihre Spiele alle gewinnen und wurde DSSV Meister 2009 bei den Herrenmannschaften.

DSSV-Meister: Hamburger SSV I
Vizemeister: Hamburger SSV II
3. Platz: SSG Freiburg
4. Platz: SSC Berlin
5. Platz: ISG Erlangen
6. Platz: Hamburger SSV III

Damen-Einzel

Gegenüber dem Vorjahr war die Teilnahme der Damen recht spärlich. Mit Sabine Meier, Gabi Zipfel, Karin Fischer, Monika Rambow und Petra Eckstein waren nur 5 Spielerinnen dabei. Gespannt war man auf die Begegnung von Sabine und Gabi. Gabi Zipfel (Freiburg) hatte schon einmal den Titel gewonnen. Bei den anderen Meisterschaften scheiterte sie an die Berliner Abonnementmeisterin Elke Tönnies. Im Jahre 2007 musste Sabine auch der Berlinerin den Titel überlassen. Im letzten Jahr musste Elke aus gesundheitlichen Gründen passen und Sabine nahm die Chance wahr. Wer würde das Erbe der DSSV Tischtennismeisterin antreten?

Beide Spielerinnen konnten die anderen 3 Spielerinnen klar in jeweils 3 Sätzen bezwingen. Der Neuling Petra Eckstein aus Stuttgart überraschte die Teilnehmerinnen. Sie konnte ihre Spiele gegen die Berliner Seniorinnen Monika Rambow und Karin Fischer gewinnen. Im Vereinsinternen Duell gewann Monika den Vergleich.

Im Damenfinale konnte Sabine Meier (Erlangen) die beiden ersten Sätze mit 11:7 und 11:3 gewinnen. Es sah nach einer Titelverteidigerin aus Erlangen aus. Im 3. Satz mobilisierte Gabi all ihre Kräfte und gewann den 3. Satz mit 11:8. War Sabine nach den beiden gewonnenen Sätzen sich zu sicher? Es wurde noch schlimmer. Gabi konnte in dem in verlängerten Satz mit 16:14 gewinnen. Damit stand es nach Sätzen 2:2. Ein spannenderes Finale konnte man sich nicht wünschen. Im 5. Satz schien sich Sabine Meier wieder gefunden zu haben und bei Gabi Zipfel schienen die Kräfte nachzulassen. Die jüngere Spielerin Sabine Meier konnte den Satz mit 11:6 für sich entscheiden. Damit verteidigte Sabine den Titel erfolgreich. Herzlichen Glückwunsch.

DSSV Meisterin: Sabine Meier, ISG Erlangen
Vizemeisterin: Gabi Zipfel, SSG Freiburg
3. Platz: Petra Eckstein, SV Vaihingen
4. Platz: Monika Rambow, SSC Berlin
5. Platz: Karin Fischer, SSC Berlin

Herren-Einzel

Bei den Herren spielten 16 Spieler um den Titel. Es war interessant wie sich der Freiburger Senior Dieter Neumann schlagen würde. Bei den Mannschaftskämpfen hatte er einen starken Eindruck hinterlassen In der ersten Runde bestätigte er das mit einem Sieg gegen Dieter Breckmann.

Das Viertelfinale erreichten neben Neumann (Freiburg) die Spieler Gewiese, Timian, Gütschow, Kretschmer (alle Hamburg) sowie Slania (Berlin), Blum (Freiburg) und Hirschfelder (Erlangen).

Die darauf folgenden Halbfinalpaarungen lauteten Chrisitian Gewiese (Hamburg) - Wolfgang Slania (Berlin) und Klaus Gütschow (Hamburg) - Herbert Hirschfelder (Erlangen). Im ersten Halbfinale ging es sehr spannend zu. Beide schenkten sich nichts und so ging das Match über 5 Sätze, welches der Berliner mit 3:2 Sätzen für sich entscheiden konnte. Im 2. Halbfinalspiel standen sich Klaus und Herbert gegenüber. Man hätte denken können, dass der Erlanger Senior mit seiner Erfahrung Vorteile haben könnte. Diese war nicht der Fall, weil Klaus Gütschow sich nicht zu Angriffen verleiten ließ. Er wusste von der defensiven Spielweise des Franken. Er versuchte den Ball im Spiel zu halten und zwang so Herbert zu Fehlern.

Im Finale standen nun Wolfgang Slania (Berlin) und Klaus Gütschow (Hamburg). Es stellte sich die Frage, würde der Senior unter den Teilnehmern neuer DSSV Tischtennismeister? Die Entscheidung fiel zu Gunsten des jüngeren Hamburgers. Er bewahrte die Ruhe und profitierte von den Angriffsfehlern des Berliners. Damit musste Wolfgang in die Trostrunde um noch einmal sich ins Endspiel zu spielen. Würde ihm das gelingen?

In der Trostrunde hatten sich Dieter Neumann (Freiburg) und Christan Gewiese (Hamburg) ins Halbfinale gespielt. Der Sieger aus dieser Paarung musste gegen Wolfgang Slania um die Finalteilnahme kämpfen. Christian gewann das Match gegen den Freiburger und traf erneut auf Wolfgang Slania. In dieser Begegnung konnte sich der Berliner Senior wieder behaupten und stand erneut im Finale. Auch im 2. Finale bestätigte Klaus Gütschow, das er an diesem Tage der Bessere war und gewann das erste mal den Titel bei den Herren. Tolle Leistung. Herzlichen Glückwunsch vom Fachwart.

DSSV Meister: Klaus Gütschow, Hamburger SSV
Vizemeister: Wolfgang Slania, SSC Berlin
3. Platz: Christian Gewiese, Hamburger SSV
4. Platz: Dieter Neumann, SSG Freiburg
5. Platz: Herbert Hirschfelder, ISG Erlangen
6. Platz: Bernd Böning, Hamburger SSV

Mixed Doppel

Durch die geringe Damenbeteiligung waren nur 5 Mix-Doppel an den Start. Im einzigen Viertelfinalspiel gewann das Doppel Meier/Hirschfelder gegen das Doppel Eckstein/Gewiese. Im Halbfinale trafen die Doppel Meier/Hirschfelder (Erlangen) auf Fischer/Gütschow (Berlin/Hamburg) und Rambow/Slania (Berlin) auf Zipfel/Neumann (Erlangen). Die Doppel Meier/Hirschfelder konnten den Einzelmeister mit Berliner Partnerin bezwingen. Auch im 2. Halbfinale gewannen die beiden Freiburger gegen das Berliner Doppel Rambow/Slania.

So kam es zu einem Mixed Finale wie bei den Mannschaftswettkämpfen zwischen Erlangen und Freiburg. Diesmal ging das Finale über 5 Sätze. Im Gegensatz zu den Mannschaftskämpfen gewannen diesmal die Franken. Vom DSSV Vorstand Herzlichen Glückwunsch zu diesem Erfolg.

DSSV Mixed Meister: Sabine Meier/Herbert Hirschfelder ISG Erlangen
Vizemeister: Gabi Zipfel/Dieter Neumann, SSGFreiburg
3. Platz: Karin Fischer/Klaus Gütschow, SSC Berlin/HSSV
4. Platz: Monika Rambow/Wolfgang Slania, SSC Berlin
5. Platz: Petra Eckstein/Christian Gewiese, SV Vahingen/HSSV

Herren-Doppel

Wie bei den Mixed waren 5 Herren-Doppel angetreten. Auch musste ein Viertelfinalspiel zwischen Kizilkaya/Bösecke und Timian/Harders ausgetragen werden. Hier gewann das rein Hamburger Doppel Timan/Harders. In den drauffolgenden Doppel spielten Kretschmer/Breckmann gegen Timian/Harders und Böning/M.Fischer gegen Blum/Kluck. Das Finale im Herren Doppel erreichten das Hamburger Doppel Timiam/Harders und Böning/M.Fischer (Hamburg/Freiburg). Die beiden Vereinskameraden Stefan und Charly konnten das Finale für sich entscheiden. Gratulation zu diesem Erfolg.

DSSV Herrendoppelmeister: Stefan Timian/Charly Haders HSSV
Vizemeister: Bernd Böning/Martin Fischer, HSSV/Freib.
3. Platz: Dieter Kretschmer/Dieter Breckmann, HSSV
4. Platz: Marco Blum/Thomas Kluck, Freiburg/Erl.
5. Platz: Serkan/Kizilkaya/Uwe Bösecke, Freib./HSSV

Die Meisterschaften konnten noch rechtzeitig zur Sportschau beendet werden. So wurde fluchtartig die Halle verlassen und nur wenige Mitarbeiter hatten das Vergnügen alles aufzuräumen.

Nach dem sich die Fußballinteressierteninformiert hatten trafen auch sie alle in den Gasthof "Grüner Baum" ein. Gerhard Fischer verteilte dann fleißig mit Jürgen Borgas die Pokale u. Medaillen an die Erfolgreichen Tischtennisspieler.

Erfreulich ist es, das kein teilnehmender Verein mit leeren Händen nach Hause gehen musste. Alle Vereine hatten Sportler in ihren Reihen, die einen Pokal im Schlepptau hatten. So soll es auch sein.

Der DSSV dankt Martin Fischer und Jürgen Borgas sowie dessen Mitarbeiter für die freundliche Aufnahme und Durchführungsmöglichkeit der Tischtennis-Meisterschaften 2009.

Ich hoffe, wir sehen uns 2010 in Hamburg wieder. Noch besser wäre, wenn ich noch mehr Teilnehmer begrüßen könnte.