DEUTSCHER SCHWERHÖRIGEN SPORT VERBAND
Im Deutschen Schwerhörigenbund e. V.
 
10. DSSV Minigolf-Meisterschaft in Burgkunstadt 10.10.2009
Marcus Braun und Lothar Fritzsche

Einige werden sich wohl fragen, wo dieses landschaftlich wunderschöne gelegene 950 Jahre alte Burgkunstadt liegt? Dieser Ort ist bekannt durch den Firmensitz des Versandhauses Baur und liegt im oberfränkischen Dreieck Bamberg, Coburg und Bayreuth im Obermaintal.

Um 8.30 Uhr trafen sich alle zwanzig angemeldeten Teilnehmer des Deutschen Schwerhörigen Sportverbands (DSSV), außer den Freiburgern, die kurzfristig abgesagt hatten, in der Indoor-Minigolfanlage. Die Meisterschaft wurde zum zweiten Mal in der Halle ausgetragen, wie bei der 4. DSSV Minigolfmeisterschaft im Jahre 2003 in Hamburg.

Die von der Sportgruppe der ISG Erlangen, HFS Franken gut organisierte Meisterschaft begann mit der Begrüßung aller Teilnehmer durch die erste Vorsitzende Anita Greiner, die dann an den Burgkunstädter Bürgermeister Heinz Petterich übergab.

Es war ihm eine große Ehre, dass die Deutsche Meisterschaft in seiner Stadt stattfinden sollte und er hielt eine witzige Rede, in der er auch allen einen guten, fairen und sportlichen Ablauf wünschte. Anschließend wurden wir alle mit dem Bürgermeister von dem Fotografen des Obermain-Tagblatt fotografiert, der bereits zwei Tage später in der Zeitung über unsere Veranstaltung berichtete.

Der neue DSSV Minigolf-Fachwart Marcus Braun, Vaihingen, gab allen TeilnehmerInnen die Einteilungsanweisung und wies anhand der Starterliste jedem eine Startbahn zu. Drei bzw. zwei Teilnehmer aus drei bzw. zwei verschiedenen Städten in eine Gruppe! Er wünschte allen einen spannenden Wettkampf und der Start begann pünktlich um 9 Uhr.

Bemerkenswert war, dass fast alle Mannschaften vorbildlich ihr Mannschaftstrikot trugen und bei der Spielerpass-Kontrolle ihre Pässe zeigen konnten, die alle korrekt waren.

Nach 1,5 Stunde ging es bereits in die 2. Runde, in der die Spieler, die auf den Betonbahnen (Outdoor - draußen - in der Kälte mit leicht einsetzendem Regen) spielten, nun auf die Eternitbahnen (drinnen in der wärmenden Indoor-Halle) wechselten.

Fast pünktlich zur Mittagszeit, gegen 12.20 Uhr, war die Minigolfmeisterschaft zu Ende und wir ließen uns von der Minigolfplatzbesitzerin Kerstin Bornschlegel mit einem preiswerten, vorbestellten Mittagessen verwöhnen.

Herren-Einzel

Nach 36 Bahnen (18 Indoor- und 18 Outdoor-Bahnen) gewann der erstmalig spielende Vaihinger Timo Rohrbach mit einem neuen DSSV Rekord von nur 84 Schlägen seinen ersten Minigolf-Meistertitel. Er unterbot die Bestmarke von seinem Landsmann Johannes Scheurer aus dem Jahr 2007 in Stuttgart-Vaihingen um zwei Schläge.

Trotz vier unnötiger Schläge auf den Eternitbahnen (pro Bahn jeweils 44 Schläge) konnte sich der Münchener Lothar Fritzsche mit seinem Vizetitel vor dem überraschend starken Hannoveraner Dietmar Richter behaupten.

Der Schnapskönig mit 111 Schlägen in den Reihen der Franken wurde Ondrej Shon (ob er alles nur für sich ausgegeben hat?). Der Vorjahresmeister von Weinheim/Heidelberg, Marcus Braun (Vaihingen), konnte seinen Titel nicht verteidigen und landete somit auf dem undankbaren 4. Platz.

Die meisten Einer-Schläge von allen Teilnehmer/innen auf der Eternitbahn schaffte der Franke Armin Kunzelmann mit fünf Assen und bei den Betonbahnen mit zwei Assen der Vaihinger Ralph Weber.

Damen Einzel

Alljährlich ist bekannt, dass hier der Meister zwischen den beiden Hannoveranerinnen Stephanie Richter und Birgit Späte, entschieden wird.

Die Titelverteidigerin Birgit Späte konnte trotz sieben mehr geschlagenen Versuchen gegenüber dem Vorjahr mit 102 Schlägen ihren Titel wieder gewinnen, während sich die Dritte des Vorjahres Petra Eckstein (Vaihingen) mit dem Vizetitel krönen durfte.

Mit nur einem Nervenschlag zuviel (gesamt 114) musste sich die Hannoveranerin Stephanie Richter mit dem dritten Rang vor den nächstplatzierten fränkischen Kräften, Sabine Meier und Sylvia Wittwer, begnügen.

Mannschaft

Die elf gemeldeten Mannschaften, wobei krankheitsbedingt drei Mannschaften fehlten, versuchten mit möglichst wenigen Schlägen den begehrten DSSV Meistertitel, nachdem nur die zwei Besten bewertet wurden, zu ergattern.

Dritter wurden, mit insgesamt 212 Schlägen, die Münchener Karlheinz Birke, Lothar Fritzsche und Stefan Schneider und verwiesen die beiden Hannoveranerinnen, Stephanie Richter und Birgit Späte, die vier Schläge mehr brauchten, auf den 4. Platz. Fünfter wurde Hannover II vor den fränkischen Mannschaften 4, 3 und 2.

Die neue Vizemannschaft mit zwei Schlägen weniger gegenüber dem Dritten wurde die erste Vaihinger Mannschaft (somit verloren sie ihren Vorjahrestitel) mit Marcus Braun, Christian Jung und Johannes Scheurer.

Nur mit 187 rekordverdächtigen Schlägen erreichte die 2. Vaihinger Gruppe mit Petra Eckstein, Timo Rohrbach und Ralph Weber ihre Meisterehre, womit der Titel für ein weiteres Jahr in ihrem Vaihinger Verein bleibt.

Sieger Ehrung

Vor der Ehrung wurden erst einmal die hungrigen Mägen in einem Nebenzimmer des Burgkunstädter "Drei Kronen Hotel" gefüllt. Die Tombola, die Franken, durch die Sponsoren, vor allem die Leikeimer Biere bekamen, ging sehr gut über die Runde.

Aufgrund der ersten Minigolf Fachwartsaufgabe, mit viel Lerneifer, fand die Sieger-Ehrung erst vor 23 Uhr statt, die auch gut und schnell über die Bühne ging.

Hier wurden die Pokale, schöne Medaillen und Urkunden verteilt. Der Fachwart bedankte sich bei seinen Helfern, die von den Sportlern Applaus bekamen. Einen großen Dank an die Franken, vor allem Sylvia und Tobias Wittwer mit Anita Greiner und ihre Helfer innen, für die tolle Organisation.

Bis zum nächsten Mal im herbstlichen Kassel im Jahr 2010, wir freuen uns auf die neuen Schlägerkämpfe.

Zeitungsausschnitt aus dem "Obermain Tagblatt" - Montag, den 12. Oktober 2009