DEUTSCHER SCHWERHÖRIGEN SPORT VERBAND
Im Deutschen Schwerhörigenbund e. V.
 
9. DSSV Asphaltstockschießen-Meisterschaft
am 19.09.2009 in Hannover
Lothar (Lolli) Fritzsche

Nach dem am 19. September 2010 unser Schießsportfachwart Torsten Brauckhoff aus Hamburg alle Asphaltstockteilnehmer mit seiner Eröffnungsrede herzlich willkommen hieß, übergab er das Wort um 9.30 Uhr an den Schirmherrn der Veranstaltung, den Bezirksbürgermeister Bothfeld/Vahrenheide, Herrn Hans Battefeld.

Damit wir Teilnehmer und die Zuschauer ein wenig Überblick über seine Bezirksgemeinde erhielten, erzählte er uns freudig davon, sodass wir danach die Wettkämpfe locker angingen.

Das wichtigste im Sport ist, dass man Spaß daran hat, waren seine Worte.

Die nächste kurze Chronik über den Hannoveraner Eis- und Rollsport- Club (ERC) e.V. erzählte der Vorsitzende Otto Klenner mit seiner humorvollen Entstehungsgeschichte.

Man staunte nicht schlecht, dass auch im Norden Deutschland Asphalt- Kunststoffbahnensport ausgeübt wird. Der ERC e.V. verfügt über solche Bahnen, die bis zu dreizehn Turnier-Mannschaften gleichzeitig tragen können, und kann seit 2007 auf eine 50jährige Vereinsgeschichte zurückblicken. Eine solche Rollkunstlaufbahn und eine Asphaltmehrzweckfläche gibt’s in Hannover und Umland zurzeit nur einmal.

Nach dem der DSSV-Turnierleiter Bernd Ruhnau die kurzen, klaren DSSV Asphaltstockregeln bekannt gegeben hatte, gingen um 10 Uhr die Wettkämpfe in der wunderschönen, 1999 am Kanal gebauten Anlage mit sechs Asphaltstockbahnen, Grosser Kolonnenweg 27, los.

Während des Wettkampfes sorgten sich der ERC Stock-Obmann Jürgen Heins und seine Abteilungsleiterin Angelika Heins um die Ordnung der Stöcke und Bahnen. Sie gaben sogar einige Tipps, wie ein sauberer Wurf mit dem Stock gelingen könnte.

Manche Spieler und Spielerinnen stöhnten bei diesem herrlich heißen Wetter, sodass sogar ein kleiner, bissiger Zwist während des Wettkampfes zwischen Hannover und Freiburg entstand, der gottlob von einem Unparteiischen geschlichtet werden konnte und das Turnier bis zum Ende sicher über die Bühne ging.

Da an diesem Wochenende der Deutsche Schwerhörigenbund seinen Bundeskongress ebenfalls in Hannover hatte, schauten einige Tagungsbesucher bei uns vorbei und trieben ihre Landsleute voran.

Selbst dem DSSV Präsidenten, Bernd Böning, mit seiner Frau hat die Anlage gut gefallen und er dachte an die Hamburger Heimat, ob es dort auch solch eine schöne Bahnanlage gibt.

Die ERC-Gruppe war bei der Verpflegungen ziemlich fleißig und versorgte uns mit vielen gegrillten Würsten und Fleisch und verschiedenen selbstgemachten Salaten und Kuchen.

Gegen 17 Uhr waren die Mannschaft- und Einzel-Wettkämpfe im Daubenspiel zu Ende.

Danach drehte sich alles um die Platzierungskämpfe im Lattenschiessen, wo jeder zehn Schübe machen musste (Zähltafeln mit 2,4,6,8,10 Zahlen, die mit einem Stock im Ziellauf getroffen werden müssen, um die Punktezahl zu ergattern).

Der Turnierleiter Bernd Ruhnau beobachtete mit seinen strengen Argusaugen die Bewegung der Lattenzahl und trug die Punktezahl auf dem berührten Zahlenschild in die Tabelle ein.

Bei einem grandiosen, rot gefärbten Sonnenuntergang, endete auf dieser Anlage das Turnier um 18.30 Uhr, das von fünfzehn Herren und vier Damen in Einzelkämpfen und von fünf Mannschaften absolviert wurden.

Es nahmen Mannschaften aus den Städten Hamburg, Hannover, Freiburg, Düsseldorf, Kassel, Fürth und München teil.

Damen–Einzel:
Die Düsseldorferin Lydia Roski (für Hamburg startend) hatte in der Zwischenzeit im Daubenschiessen einen Spitzenplatz bei der Frauengruppe erkämpft und könnte im Lattenschiessen neue Deutsche Meisterin werden. Sie verzichtete jedoch wegen einer frischen Operation von Arm und Hand, die ihr Schmerzen bereitete. Konnte aber am Ende noch den dritten Platz erreichen.

Nur drei Zähler trennte die Hannoveranerin Stephanie Richter beim Daubenschiessen von Lydia Roski, jedoch im Lattenschiessen machte Stephanie alles klar und wurde neue Meisterin. Vize wurde ihre Landsmännin Birgit Späte vor der Düsseldorferin Simone Schulz.

Herren–Einzel:
Im Daubenschiessen lag der Düsseldorfer Thomas Roski mit 45 Punkten vor dem Hamburger Michael Guth mit 38 Pkt und den jeweils 37 Pkt von Bernd Ruhnau (HH) und Lothar Fritzsche (München).

Beim Lattenschiessen durfte sich der Hannoveraner Marc Späte mit 72 Punkten als Lattenmeister küren, während er im Daubenschiessen mit nur 21 Pkt den viertletzten Platz von 15 Teilnehmern besetzte.

Dies reichte ihm und aber überraschend mit insgesamt 93 Punkten (21/72) für den Vizetitel im DSSV Stockkampf und verwies mit 3 Punkten Rückstand Michael Guth (HH) auf den dritten Rang mit 90 (38/52) Punkten.

Respekt für seine Leistung als Turnierleiter und für das erfolgreiche Verteidigen seines Titels bekam der Hamburger Bernd Ruhnau mit 105 (37/68) Punkten.

Mannschaft:
Jede Mannschaft spielte gegen jeden, wobei die erste Hamburger Mannschaft vor der zweiten Mannschaft bei allen als Favorit gezählt wurde.

Nicht so ganz überraschend holten sich die Hannoveraner den Vizetitel mit der Bestbesetzung der zwei Pärchen, Birgit mit Marc Späte und Stephanie mit Dietmar Richter, mit nur einer Niederlage von 6:2 Punkten.

Dritter wurde mit je zwei Siegen und Niederlagen die gemischte Mannschaft (München, Düsseldorf und Hannover) vor der viertplatzierten zweiten Hamburger Mannschaft (somit verloren sie den Vizetitel vom Vorjahr) und der gemischten Mannschaft aus Freiburg und Kassel.

Ohne Niederlage und unangefochten an der Spitze mit den Meisterspielern Bernd Ruhnau, Michael Guth, Thorsten Vorholt und Jan Christian Lauer holte sich die erste Hamburger Mannschaft den Titel.

Feier/Ehrung:
Die Ehrungsfeier fand zusammen mit der DSSV Schießmeisterschaft (Luftgewehr/Luftpistole), welche am Vortag ausgetragen wurde, im TUS Vahrenwald, Sahlkamp 4c, Hannover statt.

Diese war für 19.00 Uhr geplant, startete aber erst gegen 21 Uhr aufgrund der vielen Auswertungsarbeit.

Der Ehrengast Herr Battefeld (Bezirksbürgermeister) mit Gattin und der ERC-Vorsitzende Herrn Klenner, Angelika und Jürgen Heins und Frau Bärbel Brandt als Abgeordnete des Schützenvereins Langenforth, blieben geduldig und gelassen und feierten mit uns bis Mitternacht.

Diese zwei Stunden Zeitspanne nutze man mit einem schön angelegten Abendessensbüffets in einem sehr festlich geschmückten Saal, indem alle ihren Hunger stillen konnten.

Bei der Ehrung übergab der Turnierleiter, der DSSV Stockfachwart und der Bezirks-bürgermeister allen Medaillen, Pokale und die vom DSSV selbst hergestellten Urkunden.

Die nächste DSSV Asphaltstock Meisterschaft wird erst im Jahre 2011 stattfinden, da für das Jahr 2010 die Eisstock-Meisterschaft in Düsseldorf am 18. September reserviert wurde.

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