DEUTSCHER SCHWERHÖRIGEN SPORT VERBAND
Im Deutschen Schwerhörigenbund e. V.
 
35. DSSV Tischtennismeisterschaften in Erlangen vom 30.04.-04.05.2008

Unsere Freunde aus Erlangen riefen uns zu: "Kommt zum Tischtennis nach Erlangen." Diesem Ruf folgten TT-Spieler/innen aus Berlin, Hamburg, Hannover, Düsseldorf, Freiburg, Kassel, Stuttgart, München und natürlich die Gastgeber aus Erlangen.

Die Anreise der Teilnehmer fand zu unterschiedlichen Zeiten statt. Die Berliner nutzten den spielfreien 1. Mai zu einem Stadtbummel in Erlangen. Herbert Hirschfelder nahm sich derer an. Die Düsseldorfer machten Nürnberg unsicher und die Hamburger erschienen erst am späten Nachmittag. Zum Abend hatten die Erlanger zu einem gemütlichen fränkischen Abend bei Leberkäse und Nürnberger Rostbratwürstchen geladen. Die schon in Erlangen eingetroffenen Sportler machten davon Gebrauch.

Der Freitagvormittag wurde sehr unterschiedlich genutzt. Jeder bereitete sich anders auf die bestehende Meisterschaft vor. Einige gingen shoppen und andere relaxen in einem Erlanger Café. Einige waren sogar noch auf der Anreise. Bis auf die Freiburger waren alle Mannschaften pünktlich in der Sporthalle.

Uwe Bösecke und Herbert Hirschfelder begrüßten diesmal die Sportler. Der TT-Fachwart Gerhard Fischer konnte aus gesundheitlichen Gründen nicht nach Erlangen kommen. Nach der Begrüßung fingen wir gleich um 16:00 Uhr mit den Mannschaftswettkämpfen an.

MANNSCHAFTSWETTKÄMPFE

Die Auslosung ergab folgende Gruppen:

Gruppe A: Berlin, Freiburg, Erlangen II, Kassel
Gruppe B: Hamburg, Erlangen I, Erlangen III, Düsseldorf

Vor Beginn der Wettkämpfe musste Erlangen leider ihre 3. Mannschaft wegen Spielerausfall zurückziehen.

GRUPPE A

Berlin-Erlangen II 4:0
Der Titelverteidiger musste mit Ersatz antreten. Monika Rambow spielte für den erkrankten Gerhard Fischer. Trotz allem hatten die Berliner in dieser Begegnung keine Probleme. Die Erlanger Reserve hatte keine Chancen. Berlin gewann ohne Satz- und Punktverlust mit 12:0 Sätzen und 4:0 Punkten.

Freiburg-Kassel 4:0
Die Freiburger mit ihren DSSV-Einzellmeister Christian Fischer dominierten gegenüber Kassel klar. Diesmal spielten sie auch immer in Bestbesetzung. Im vorigen Jahr unterschätzten sie nämlich die Düsseldorfer und wurden so nur 5.er in den Mannschaftswettkämpfen. Die Kassler mussten auf ihren besten Spieler Harald Schön und der starken Gastspielerin Monika Rambow aus Berlin verzichten. Monika musste wegen dem Ausfall von Gerhard Fischer für ihren Verein spielen. Die Freizeitspieler aus Kassel konnten weder Punkt noch Satz gewinnen.

Kassel-Berlin 0:4
Wie auch gegen Freiburg standen die Hessen gegen Berlin auf verlorenen Posten. Berlin gewann klar mit 12:0 Sätzen und 4:0 Punkten

Erlangen II - Freiburg 0:4
Auch im 2. Spiel konnten sich die Breisgauer behaupten. Die Franken hatten keine Chance Mit 12:0 Sätzen und 4:0 Punkten zogen sie den Berlinern nach Sätzen und Punkten gleich.

Berlin - Freiburg 1:4
Im vergangenen Jahr konnten sich die Berliner mit 4:1 klar behaupten. Durch den Ausfall von Gerhard Fischer musste Monika Rambow spielen. Dadurch wurde auch die Doppelzusammenstellung für die Berliner ungünstiger. Wolfgang Slania konnte nicht mehr mit Elke Tönnies spielen Trotzdem gab es dramatische Spiele. Gleich das 1. Match die Doppel Slania/Rambow- Fischer/Fischer konnte erst nach 5 Sätzen entschieden werden. Die Freiburger gewannen den 5. Satz mit 11:7. Elke Tönnies holte den einzigen Punkt für die Berliner. Die Freiburger wurden durch den 12:6 Sätzen und 4:1 Punkten Gruppensieger.

Kassel-Erlangen II
Die Reserve von Erlangen kam in ihrem 3. Match zu einem deutlichen 12:1 Sätzen und 4:0 Punkten Erfolg. Die Gastspielerin aus Erlangen, Anita Greiner, gewann den einzigen Satz gegen ihre Vereinskameradin.

GRUPPE B

Erlangen I - Düsseldorf II 4:0
Die Franken konnten sich in diesem Jahr gegenüber den Rheinländer behaupten. Sie gewannen erwartet mit 12:1 Sätzen und 4:0 Punkten Diesmal spielten sie auch in Bestbesetzung. Rüdiger Schöler konnt für Düsseldorf wenigstens einen Satz gewinnen.

Düsseldorf-Hamburg 1:4 Die Rheinländer blieben auch gegen die Hanseaten Chancenlos. Konrad Gallaum konnte den einzigen Punkt für Düsseldorf gewinnen. Im Vergleich der Doppel war es denkbar knapp. Im 2. Doppelvergleich musste über 5 Sätze gespielt werden. Hamburg gewann das Match mit 12:6 Sätzen und 4:1 Punkten.

Hamburg - Erlangen I 3:4
Das diese Begegnung sehr spannen werden würde wusste man schon vorher. Als einer Der Höhepunkte des Matches konnte man das Spiel Gütschow - Hirschfelder bezeichnen. Herbert Hirschfelde konnte das Spiel mit 3:1 Sätzen für sich entscheiden. Das Spiel endete mit 13:10 Sätzen und 4:3 Punkte für Erlangen I.

TABELLEN :

Gruppe A

1. SSG Freiburg 
2. SSC Berlin 
3. Erlangen II  
4. Kassel  
36:06 Sätzen
30:12 Sätzen
12:25 Sätzen
00:12 Sätzen
3:0 Punkte
2:1 Punkte
1:2 Punkte
0:3 Punkte

Gruppe B

1. Erlangen I
2. Hamburg 
3. Düsseldorf
4. Erlangen III
25:11 Sätzen
22:19 Sätzen
07:24 Sätzen
zurückgezogen
2:0 Punkte
1:1 Punkte
0:2 Punkte

HALBFINALSPIELE

Freiburg- Hamburg 4:2
Die Doppelbegenung war sehr ausgeglichen. Das Freiburger Doppel Mutter und Sohn hatten mit dem Hamburger Doppel mehr Schwierigkeiten als man rechnete. Erst im 5. Satz mit 13:11 konnten die Breisgauer ihren ersten Punkt für sich verbuchen. Nach dem Doppel und 3 Einzel stand es 2:2. Klaus Gütschow aus Hamburg konnte überraschend gegen den Meister Christian Fischer punkten. Das 2. Doppel gewannen die Freiburger nach 5 Sätzen. Im 6. Spiel Chrisitan Fischer - Stefan Timian machte der Meister ernst und gewann mit 11:4, 11:6 und 11:5. Damit war der 4. Punkt für Freiburg eingefahren und die Begegnung entschieden.

Erlangen - Berlin 3:4
Dieses Match war der Höhepunkt der Mannschaftsmeisterschaft. Der Titelverteidiger Berlin war durch Eingangs erwähnten Gründen geschwächt. Diesmal waren die Erlanger die Favoriten. Die Begegnung zwischen den Doppel ging über 5 Sätzen. Um ca. 21:00 Uhr konnten die Berliner mit 3:2 Sätzen den 1. Punkt für sich verbuchen. Keiner hatte gedacht, dass das Doppel Hirschfelder/Meier zu schlagen ist. Wolfgang Slania wuchs über sich hinaus und Monika Rambow zeigte eine gute Leistung.. Man sah es den Erlangern an, das sie etwas frustriert waren. In den Einzelbegegnungen erfolgte die nächste Überraschung. Herbert verlor sein Einzel gegen Wolfgang. Dies war wohl das spielentscheidende Match. Berlin führte nun mit 3:1. Man brauchte nur noch einen Punkt. In den nächsten Spielen wurde es spannend, Die 2. Doppelbegegnung konnten die Erlanger nach 5 Sätzen für sich entscheiden. Als dann im 6. Spiel Herbert gegen Elke zum 3:3 ausgleichen konnte wuchs die Spannung. Es war nun schon 22:30 Uhr. Das Spiel Wolfgang Slania - Sabine Meier musste nun entscheiden, wer ins Finale kommt. Der Berliner spielte sehr konzentriert und ließ seiner Gegnerin keine Chance. Er gewann alle 3 Sätze mit 11:2, 11:4 und 11:3 klar und bescherte so den Vereinskameraden die Finalteilnahme.

SPIEL UM PLATZ 5: Erlangen II - Düsseldorf 0:4

Die Rheinländer konnten sich klar behaupten. Mit 12:1 Sätzen und 4:0 Punkten bestätigten sie den 5. Platz. Birgit Baumüller konnte den Düsseldorfern noch einen Satz abnehmen.

SPIEL UM PLATZ 3: Erlangen I - Hamburg 4:3

Wie in den Halbfinalbegegnungen wurde auch dieses Match nichts für schwache Nerven. Die Franken gingen mit einem Doppelsieg 1:0 in Führung. Stefan Timian punkte für Hamburg und Thomas Kluck für Erlangen. Herbert Hirschfelder konnte sich in 5 Sätzen durchsetzen und Klaus Gütschow 3:2 schlagen. Die Franken führten nun 3:1. Das darauf folgende Doppel konnten die Hamburger für sich entscheiden. Danach gewann Klaus Gütschow gegen Sabine Meier und erwirkte damit den 3:3 Ausgleich. Das letzt Spiel Hirschfelder-Timian musste die Entscheidung bringen.. Erst nach 5 Sätzen gab sich Stefan geschlagen. Herbert gewann mit 3:11,14:12, 11:6, 9:11 und 11:5. Damit war Erlangen 3er.

FINALE: Berlin - Freiburg 4:0

Das erhoffte spannende Finale blieb aus. Es war schon 23:00 Uhr. Elke Tönnies hatte Migräne. Monika Rambow als Freizeitspielerin war so großen Anforderungen nicht gewöhnt. Im ersten Doppel versuchten die Berliner dieses Debakel noch abzuwenden. Der 3. Satz endete 18:16 für Freiburg. Danach war die Luft einfach raus. Die Freiburger konnten alle Sätze für sich entscheiden und mit 4:0 gewinnen. Es war schon kurz vor Mitternacht. Ich glaube den Berliner war die Sehnsucht nach dem Bett größer als die nach einem Pokal und Titel.

Der DSSV gratuliert der SG Freiburg zu ihrem Mannschaftstitel.

Abschlusstabelle:

1. SSG Freiburg
2. SSC Berlin
3. ISG Erlangen
4. Hamburger SSV
5. SSC Düsseldorf
6. ISG Erlangen II
7. SSC Kassel

Damen-Einzel

Bei den Damenmeisterschaften traf gleich am Morgen die erste Hiobbotschaft in der Sporthalle ein. Die Titelträgerin Elke Tönnies musste wegen einer schweren Migräne absagen. Nach den weiteren Ausfällen von Karin Fischer und Kerstin Bloß waren nur noch 10 Frauen beim Dameneinzel. Zu den Titelaspiranten nach dem Ausfall von Elke war eindeutig Sabine Meier. Sie konnte sich ohne große Probleme bis ins Endspiel spielen. Dort traf sie auf Christa Fischer. Christa gehörte schon seit Jahren zu den Spielerinnen im DSSV, die einen der vorderen Plätze belegt. Meisterin wurde sie aber noch nie. Sabine spielte im Finale der Hauptrunde sehr konzentriert und gnadenlos und ging so als Siegerin des Match hervor. Christa Fischer musste ins Finale der Trostrunde um Anlauf für ein zweites Finale zu nehmen. Zur großen Freude des TT-Fachwartes Gerhard Fischer kamen 2 Madels von der Isar nach Erlangen. Klar ausgedrückt München war das erste Mal bei den DSSV-Tischtennismeisterschaften dabei. Beide Damen (Schwestern) erreichten das Halbfinale. Christine konnte sich gegenüber ihrer Schwester Stefanie behaupten und erreicht so das Finale der Trostrunde.. Ein toller Erfolg für einen Neuling. Christine wollt sich offensichtlich mit diesem Erfolg nicht begnügen. Sie bezwang die leicht favorisierte Christa Fischer. Mit diesem Sieg stand sie im Finale gegen Sabine Meier (ISG Erlangen). Sabine nutzte die Abwesenheit von Elke Tönnies und wurde das erste Mal DSSV-Meisterin.

HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH!

DSSV Meisterin: Sabine Meier, ISG Erlangen
Vizemeisterin: Christine Muggenthaler, SSG München
3. Platz: Christa Fischer, SG Freiburg
4. Platz: Stefanie Burks, SSG München
5. Platz: Monika Rambow, SSC Berlin
6. Platz: Marie-Luise Richter, SSC Berlin
7. Platz: Tiina Pöhler, SSC Düsseldorf
8. Platz: Silvia Endres, ISG Erlangen

Herren-Einzel

Diesmal hatten sich 22 Herren für diese Meisterschaft gemeldet. Alle Favoriten des Vorjahres waren wieder dabei. Man durfte gespannt über den Ausgang der Meisterschaft sein. Zum Leidwesen aller Teilnehmer und Zuschauer gab es nichts Neues gegenüber dem Vorjahr zu berichten. Es gab zwar eine kleine Änderung. Herbert Hirschfelder (ISG Erlangen) bezwang seinen Kontrahenten Frank Pohl (SSC Hannover). Im Finale der Trostrunde korrigierte Frank dieses Ergebnis mit einer erfolgreichen Revanche und holte erneut die Vizemeisterschaft. Der Titelverteidiger Christian Fischer (SSG Freiburg) holte sich zum 3. mal hintereinander den Titel bei den Herren. Auf den weiteren Plätzen folgten wie gehabt Christian Jung, Klaus Gütschow und Wolfgang Slania.

DSSV-Meister: Christian Fischer, SSG Freiburg
Vizemeister: Frank Pohl, SSC Hannover
  1. Platz: Herbert Hirschfelder, ISG Erlangen
  2. Platz: Christian Jung, SV Vaihingen
  3. Platz: Klaus Gütschow, Hamburger SSV
  4. Platz: Wolfgang Slania, SSC Berlin
  5. Platz: Stefan Timian, Hamburger SSV
  6. Platz: Dieter Breckmann, Hamburger _SSV
  7. Platz: Rüdiger Schöler, SSC Düsseldorf
  8. Platz: Serkan Kizilkaya, SSG Freiburg

Doppel-Mixed

Die Paare (Doppel) wurde nach den Ergebnissen und Platzierung in den Einzelwettkämpfen zusammengestellt. Dadurch entstanden viele annähernd gleichstarke Teams. Es war nicht abzusehen wer gewinnen würde. Dadurch dass im einfachen KO System gespielt wurde, konnte keine genaue leistungsgerechte Platzierung erspielt werden. Hier spielte auch das Losglück eine große Rolle. Das Halbfinale erreichten die Doppel Pöhler/Jung, Meier/Kizilkaya, Burks/Timian und Endres/Pohl. Im Finale trafen die Doppel Meier/Kizilkaya (Erlangen/Freiburg) und Burks/Timian (München/Hamburg) aufeinander. Das war ein vom Spielausgang offenes Finale. Beide Doppel waren gleichstark. Es stellte sich die Frage ob die Spielstärke von Sabine Meier in dem einen Doppel oder die von Stefan Timian entscheidender ist. Es war ein spannendes Finale. Sabine behielt die Nerven und gewann an der Seite von Serkan den 2. Titel.

Herzlichen Glückwunsch!

DSSV-Doppel-Mixed Meister: Sabine Meier/ Serkan Kizilkaya (Erlangen, Freiburg)
Vizemeister: Stefanie Burks/Stefan Timian (München, Hamburg)
3. Platz: Tiina Pöhler/Christian Jung (Düsseldorf, Vaihingen)
4. Platz: Silvia Endes/Frank Pohl (München, Hannover)

Ohne Stress und pünktlich konnte die Meisterschaft am Samstagnachmittag um 17:00 Uhr beendet werden.

Gegen 19:00 Uhr traf man sich im Gasthof "Blaue Traube" zu einem gemeinsamen Essen und anschließenden Siegerehrung. Es war sehr gemütlich und man verbrachte noch einen heiteren Abend. Es war nur Schade, das einige Mitglieder des Gastgebers ISG Erlangen schon nach der Siegerehrung das Weite suchten.

Nach gegenwärtigem Stand sollen die nächsten Tischtennismeisterschaften in Freiburg stattfinden. Aktueller Stand ist aber 1.-3.05.09 in Emmendingen.

Redaktion des DSSV Reports