DEUTSCHER SCHWERHÖRIGEN SPORT VERBAND
Im Deutschen Schwerhörigenbund e. V.
 
9. DSSV Minigolf Meisterschaft in Weinheim am 05.10.2008
Lothar Lolli Fritzsche

Im Badischen Land fand bei sonnigem und windigem Wetter zum zweiten Mal, seit 2005, am Sonntag, den 05. Oktober 2008 die 9. Meisterschaft des Deutschen Schwerhörigen Sportverband (DSSV) im Minigolf statt.

Das romantische Städtchen Weinheim liegt mitten in einer der schönsten Regionen Deutschlands und ist seit 2004 Mitglied im UNESCO-Geo-Naturpark Badische Bergstraße/Odenwald. Dieser Bereich erstreckt sich von der hessischen Landesgrenze bis nach Heidelberg am Neckar.

Die Münchner Schwerhörigen-Sportgruppe übernahm die Ausrichtung und die Durchführung der Meisterschaft des Deutsche Schwerhörigen Sportverbandes (DSSV).

Bevor die Meisterschaft um 10 Uhr beginnen konnte, mussten wir noch eine halbe Stunde auf den einheimischen Minigolf-Platzwart warten, um uns die Leihschläger und die 3 bunten Minibälle zu holen.

Die Wartezeit nutzten DSSV Minigolffachwart Karlheinz (Kalle) Birke und sein Helfer Lothar (Lolli) Fritzsche allen 20 Teilnehmer/innen die DSSV-Spielregeln zu erklären.

Während der Rede trocknete ein Freiwilliger (der Stuttgarter Spieler Ralph Weber) die noch vom Vortag liegen gebliebene Nässe auf den Golfbahnen mit einem bereitgestellten Trockenwischer ab.

Alle Teilnehmer zogen vorbildlich ihre Trikots an und zeigten auch ihre DSSV Sportpässe. Erst danach wurde der Startschuss um 10.30 Uhr an den herrlichen 36 (2 x 18) Loch Eternit- und Beton-Bahnen frei gegeben.

Unser Fachwart Kalle stellte anhand der Spielernummern an jeder dritten bis vierten Bahn drei Teilnehmer aus drei verschiedenen Städten zu einer Gruppe zusammen (so waren eventuelle Schlagspielmogeleien nicht mehr möglich).

Jeder Spieler aus München, Freiburg, Stuttgart, Hannover und Franken kämpfte dann eifrig darum, die niedrigste Schlägerzahl zu erhalten und einen der 3 Farbbällchen rasch ins Loch zu bringen. Man merkte den Unterschied, dass es auf Eternitbahnen besser als auf den Betonbahnen zu spielen war.

Die erste 18-Loch-Runde endete um 12 Uhr und alle hatten 1 Stunde Pause um ihre hungrigen Mägen und durstigen Bäuche zu füllen. Es stärkten sich die einen mit den vom Minigolfbetreiber angebotenen Weißwürste mit Brezln, Sauerkraut, Schweinshaxn und Knödl, während die anderen (der Figur zuliebe, aber auch wegen des kalten windigen Wetters) mit einer bescheidenen, heißen Milchschokolade zufrieden waren. Punkt 13 Uhr begann die zweite Runde mit der gleichen Aufstellung, aber auf anderen Bahnen.

Während des Spieles sieht man in der Ferne immer mehr dunkle und drohende Wolken auf uns zukommen, und es fing auch nach und nach zu Nieseln an, von dem wir uns aber bis zum Spielende (14.15 Uhr) nicht ins Bockshorn jagen ließen. Jetzt war Kaffeezeit bis zur 15 Uhr Siegerehrung angesagt und die fleißige Laudenbacherin Ingrid Birke rechnete die ganzen Ergebnisse aus.

Zwischendurch konnte Kalle und Lolli schon mal die von Kalle selbst hergestellten schönen Urkunden der Platzierungsfolge entsprechend vorbereiten, sowie die Pokale und Medaillen als auch die überraschenden Wein-Sachpreise für die Spieler ab dem 4. Platz zur Schau stellen.

Damenklasse:
Neue Deutsche Schwerhörigen Meisterin wurde die Hannoveranerin Birgit Späte, die bei der Eternit- und auch der Beton-Bahn, die Beste mit nur 39- bzw. 56-Schlägen und mit einer gesamten Schlagzahl von 95 war. Ihre Vereinskollegin Stefanie Richter brauchte 18 Schläge mehr und somit reichte dieses für den Vizetitel noch vor der Vaihingerin Petra Eckstein, die zwei Schläge mehr gebraucht hatte und den dritten Rang belegte.

Herrenklasse:
Der Franke Armin Kunzelmann war auf der Betonbahn mit 47 Schlägen der Beste unter den Männern, während der Vaihinger Marcus Braun auf der Eternitbahn mit nur 40 Schlägen noch mit einem Schlag, vor dem Münchner Lolli Fritzsche der Beste war. Der überraschend starke Armin hatte aber bei den Eternitbahnen 49 Schläge gebraucht (somit war er der einzige Spieler, der unter der 50ger Marke auf beiden Bahnen spielte) und daher in der Endabrechnung mit 96 Schlägen seinen ersten DSSV Vizetitel holte. Neuer DSSV Minigolf Meister wurde zum ersten Mal Marcus Braun (SV Vaihingen) mit drei Schlägen weniger (93). Mit 2 weiteren Schlägen gegenüber dem Vize, konnte sich der Vaihinger Ralph Weber noch vor dem Münchner Lolli, mit weiteren 3 Schlägen, den dritten Platz erkämpfen. Die meisten Einer-Schläge schafften von allen Teilnehmer/innen auf der Eternitbahn der Münchner Lolli mit 5 Assen, und bei den Betonbahnen mit 2 Assen der Vaihinger Johannes Scheurer.

Mannschaftsklasse:
Sieben Minigolf Mannschaften versuchten mit möglichst wenigen Schlägen den begehrten DSSV Meister Titel zu erhalten. Mit den gesamten 211 Versuchen schnappten sich die fränkischen Spieler Armin Kunzelmann und Herbert Hirschfelder den dritten Platz noch vor der einem Schlag mehr lauernden zweiten Mannschaft des Vaihinger SV mit Petra Eckstein, Ralph Weber und Fabian Hatwagner (die besten zwei wurden bewertet). Ihren ersten DSSV Minigolf Vizetitel schafften die Hannoveraner/innen mit 3 Schlägen weniger und der Besetzung von Birgit Späte, Stephanie und Dietmar Richter (die zwei Besten wurden bewertet). Nur 197 gesamte Schläge brauchte die neue erste SV Vaihinger Besetzung Marcus Braun, Christian Jung und Johannes Scheurer für Ihren neuen DSSV Meistertitel im Minigolfsport.

Weitere Platzierungen zwischen Damen Herren und Mannschaft siehe weiter unten.

Ehrung:
Bei der Ehrung lobte der DSSV Minigolf Fachwart Kalle alle Teilnehmer, die so diszipliniert zur Sache gegangen waren und er musste sich für die fehlenden Mannschaftspokale entschuldigen, diese werden den ersten drei Siegern per Post zu gesandt. Am Ende vergaß er nicht, sich bei seinen wertvollen Helfern, vor allem Ingrid Birke und dem DSSV Ausschussmitglied und Gebärdendolmetscher Lolli, für den fast reibungslosen Ablauf zu bedanken.

Am Schluss der Rede übergab der Fachwart Kalle, der sein Amt am 1. Februar 2009 als DSSV Minigolf Fachwart an den noch gesuchten, frischen Fachwart übergeben wird, das Wort dem fränkischen Werbungsmann Herbert Hirschfelder. Herbert gab schließlich bekannt, dass die nächste 10. DSSV Minigolfmeisterschaft am 10.10.2009 im Fränkischen Land in Burgkunstadt (www.minigolf-burgkunstadt.de) veranstaltet wird und die Wettkämpfe auch unter einem Dach (Indoor-Anlage) stattfinden werden (18 Löcher in der Indoor "Innenanlage", 18 Löcher Outdoor "Außenanlage"). Am selben Wochenende findet (auch in Burgkunstadt) die DSSV Boule Meisterschaft statt. Der 2. DSSV Präsident Jürgen Borgas (Freiburg) bedankte sich als Schlussredner bei allen Teilnehmer/innen und dem Veranstalter für den guten Ablauf und er freut sich mit allen auf den nächsten Wettkampf im Jahre 2009.

Minigolf - Mannschaft

2 mal 18 Löcher Spiel auf Eternit und Beton

Platz/Verein/Spieler-in/Schläge
  1. Stuttgart I (Marcus Braun 93, Christian Jung 104, Johannes Scheurer (104) - 197
  2. Hannover Birgit Späte 95, Stephanie Richter 113, Dietmar Richter (124) - 208
  3. HFS Franken (Armin Kunzelmann 96, Herbert Hirschfelder 115) - 211
  4. Stuttgart II (Ralph Weber 98, Fabian Hatwagner 114, Petra Eckstein (115) - 212
  5. München Lothar Fritzsche 101, Karlheinz Birke 113) - 214
  6. Freiburg I (J. Winter 108, Arnd Nitsche 136, M. Schmidt (140), J. Borgas (148) - 244
  7. Freiburg II (Sütterlin Irena 128, Christa Fischer 131, Hess Annemarie (152) - 259

Bemerkung: Die besten zwei wurden bewertet.

DSSV Fachwart: Karlheinz Birke (Laudenbach)

Helfer: Ingrid Birke (Laudenbach) und Lothar Fritzsche (München)

Veranstalter und Durchführung: Deutscher Schwerhörigen Sportverband (DSSV)

Organisator / Ausrichter: Schwerhörigen Sportgruppe München

Stand: 09.10.2008