DEUTSCHER SCHWERHÖRIGEN SPORT VERBAND
Im Deutschen Schwerhörigenbund e. V.
 
14. DSSV Bowling-Meisterschaft 2008 in Duisburg
Katja Nispel (SSC Berlin)

Die diesjährigen Bowlingmeisterschaften fanden am 18.10.2008 in Duisburg statt. Ausrichter war jedoch der SSC Düsseldorf. Pünktlich um 8:30 traf man sich dann am Samstagmorgen auf der Bowlingbahn. Insgesamt waren 78 Teilnehmer am Start. Eine etwas geringere Teilnehmerzahl als im Vorjahr. Davon waren 35 Frauen und 43 Männer. Erstmalig darunter ein Neuling aus dem südlichen Deutschland, dem HFS Franken (schön, dass auch von dort mal welche zu uns finden). Nach der üblichen Begrüßung und Ansprache wurde mit den Probewürfen begonnen. Für diese Meisterschaft war eigentlich ein zügiger Programmablauf vorgesehen, damit der Bowlingfachwart Dieter Wilczynski, den meisten bekannt als "Didi", auch mal ein bisschen mehr von den Freuden des Abends hat. Aber es kommt meist immer anders als man denkt, doch dazu im Laufe des Berichts. Ich will versuchen, hier die Einzelheiten möglichst detailliert wiederzugeben, aber wie man weiß, niemand kann überall sein :

Mannschaft Damen:

Bei den Damen waren insgesamt 7 Mannschaften vertreten. Diesmal war auch wieder Hannover mit von der Partie. Berlin, Halle, Hamburg, Hannover und der Titelverteidiger ,Kassel kamen diesmal nur mit einer Mannschaft Magdeburg trat mit 2 Mannschaften an. Bis auf wenige Ausnahmen hatten wir alle einen schlechten Start, dazu sei als kleine Entschuldigung angemerkt, dass die Halle lausig kalt war und bis wir unsere Kugeln wieder hatten, konnten wir noch gemütlich Kaffee trinken, das Örtchen aufsuchen oder was auch immer. Kurz und gut, der Spielfluss war recht träge und von vielen Problemen auf den Bahnen geprägt, was Zeit und Nerven kostete. Nach dem ersten Spiel lag Hamburg mit 428 Pins vor Kassel (405 Pins) und Berlin (394 Pins). Im 2. Spiel formierte sich alles wieder neu. Berlin holte auf und lag mit 868 Pins vor Hamburg (857 Pins) und vor Kassel (803 Pins). Konnten die Berliner nun den Platz halten? Es wurde ein spannender Kopf an Kopf Rennen. Topfavoriten waren eigentlich Kassel und Hamburg, doch die Berliner kämpften. Aber auch Hamburg ließ nicht locker, von Kassel war weniger zu befürchten. Das Endergebnis entschied zugunsten der Berliner mit 1296 Pins und knapp dahinter kam Hamburg (1291 Pins), 3. wurde Kassel (1208 Pins). Im nachfolgenden die Platzierungen:

  1. SSC Berlin
  2. Hamburg SSV
  3. SSC Kassel
  4. GSV Magdeburg 1
  5. SSC Hannover
  6. SFV Halle
  7. GSV Magdeburg 2
Mannschaft Herren:

Bei den Herren gingen 11 Mannschaften an den Start. Klarer Favorit war der SSC Berlin 1. Dieses auch wenn Thomas Fenselau nicht dabei war. Wie es auch nicht anders zu erwarten war, legten sie gleich mit 902 Pins vor dem SSC Berlin 2 (829 Pins) und dicht dahinter folgte der Hamburg SSV 1 (823 Pins), los. Nach dem 2. Spiel baute der SSC Berlin 1 seine Führung noch weiter aus. Der Abstand zum Zweitplatzierten betrug nun 208 Pins. Den 2. Platz hielt immer noch der SSC Berlin 2 (1652 Pins). Auf den 3. blieb Hamburg (1614 Pins). Das letzte Spiel konnte der SSC Berlin 1 gelassen angehen,. Bei dieser Führung hätte sich einer in Ruhe zurücklehnen und zuschauen können. Aber wie schaut es nun um Platz 2 und 3 aus??? Der Hamburg SSV und der SSC Berlin 2 schwächelten beide. Beim Zusammenrechnen wurden die Gesichter der Berliner immer länger, der 2. Platz, so sehr zum Greifen nah, musste doch an Hamburg (2380 Pins) abgegeben werden. Mit nur Pins 3 Pins (2377) weniger erreichten die 2. Mannschaft den 3. Platz. Der SSC Berlin 1 wurde wieder mal mit 2778 Pins Mannschaftsmeister. Hier die Platzierungstabelle:

  1. SSC Berlin 1
  2. Hamburg SSV 1
  3. SSC Berlin 2
  4. SSC Kassel 1
  5. GSV Magdeburg
  6. DSSV-Team (eine buntgemischte Gruppe aus dem SSC Berlin, HFS Franken und HSG Stuttgart)
  7. SSC Essen
  8. SSC Düsseldorf
  9. Hamburg SSV 2
  10. SSC Kassel 2
  11. SSC Hannover
Einzel Damen:

Neu bei den Damen war, dass sich diesmal 10 statt wie bisher 8 Damen für das Finale qualifizieren konnten. Da die Titelverteidigerin Heike Fenselau aus Berlin nicht anwesend war, durfte man gespannt sein, was jetzt passiert. Lasst uns erstmal schauen, wer den Einzug ins Finale geschafft hatte:

  1. Katja Nispel (SSC Berlin)
  2. Andrea Proksch (SSC Hannover)
  3. Sandra Briel (SSC Kassel)
  4. Birgit Nürnberger (SSC Kassel)
  5. Gundula Braun (SSC Essen)
  6. Anke Oelsner (SFV Halle)
  7. Petra Wurr (Hamburg SSV)
  8. Elke Tönnies (SSC Berlin)
  9. Marie-Louise Richter (SSC Berlin)
  10. Stephanie Richter (SSC Hannover)

Gut, wie schautes nun im Finale aus ? Achja, bevor wir das Finale beginnen konnten, wurden die Bahnen gereinigt. Wenns nur das ist, ist es ja kein Problem, doch plötzlich waren die Bahnen im Nebel verschwunden. Ein schlechter Scherz ??? Nein, ein Kabelbrand. Das Unglück mit diesen Bahnen nahm seinen Lauf, es wurde später und später, an den Zeitplan konnte sich niemand mehr halten. War aber alles nicht so schlimm, so dass wir verspätet beginnen konnten.

Bei den Damen gab es einfach keine konstanten Leistungen. Es war ein ständiger Platzwechsel. Im ersten Spiel fingen fast alle Damen recht schwach an. Petra Wurr sicherte sich erstmal mit 150 Pins den ersten Platz. Aber so langsam wurden auch die anderen Damen warm. Auch wenn Petra sich mit insgesamt 307 Pins nach dem 2. Durchgang auf dem 1. Platz behaupten konnte, wurde sie doch recht arg von Birgit Nürnberger (305 Pins) bedrängt. Birgit ist schon ein alter Hase bei den Bowlingmeisterschaften. Oft genug war sie in der Finalrunde, aber nie hatte es für den Titel gereicht. Sollte es diesmal anders sein??? Im letzten Spiel legte Birgit noch einen Zahn zu, während Petra auf einmal schwächelte. Auch weitere Spielerinnen trumpften mit guten Ergebnissen auf, kamen aber nicht mehr annähernd an Birgit heran. Damit war die neue Damen-Einzelmeisterin Birgit Nürnberger vor ihrer Vereinskameradin Sandra Briel und Katja Nispel aus Berlin.

Anbei die Reihenfolge:
  1. Nürnberger, Birgit (SSC Kassel)
  2. Briel, Sandra (SSC Kassel)
  3. Nispel, Katja (SSC Berlin)
  4. Richter, Stephanie (SSC Hannover)
  5. Richter, Marie-Louise (SSC Berlin)
  6. Braun, Gundula (SSC Essen)
  7. Wurr, Petra (Hamburg SSV)
  8. Tönnies Elke (SSC Berlin)
  9. Proksch, Andrea (SSC Hannover)
  10. Oelsner, Anke (SFV Halle)
Einzel Männer:

Die Männer standen genauso im Nebel wie wir, da wir zeitgleich ins Finale gestartet sind. Bei denen sah es etwas anders aus. Von den 10 Männern die weiter kamen, waren 2 "Fremdkörper" in der Tabelle, nämlich Hamburg und Kassel. Der Rest wurde von Berlin dominiert. Der Reihenfolge nach marschierten folgende Männer ins Finale:

  1. Dieter Wilczynski (SSC Berlin)
  2. Gerald Schlenther (SSC Berlin)
  3. Harry Ostrog (SSC Berlin)
  4. Dieter Nitzschke (SSC Berlin)
  5. Alfred Wilczynski (SSC Berlin)
  6. Peter Hünnerscheidt (SSC Kassel)
  7. Bernd Flaschel (SSC Berlin)
  8. Bernd Ruhnau (Hamburg SSV)
  9. Andreas Koenen (SSC Berlin)
  10. Harald Tönnies (SSC Berlin)

Ohne den Titelverteidiger Thomas Fenselau durfte man jetzt gespannt sein, wie das Feld neu gemischt wird. Favoriten gab es viele und viele tippten auf einen Berliner, zu denen Harry Ostrog, Didi oder Gerald Schlenther zählten, wie sich in der Vorrunde schon gezeigt hatte. Nach dem ersten Spiel setzte sich Didi mit 212 Pins an die Spitze, gefolgt von Bernd Ruhnau (209 Pins) und von Gerald Schlenther (202 Pins). Im 2. Spiel legte Didi ein Spitzenspiel mit 230 Pins hin und hielt den 1. Platz,. Bernd Ruhnau schwächelte etwas und rutschte auf den 3. Platz. Zweiter war nun Harry Ostrog aus Berlin. Gut, es gab ja noch ein 3. Spiel. Aber was machte Didi da??? An dem Schlussspurt müssen wir wirklich noch ein wenig arbeiten. Mit 135 Pins wird es schwer, den 1. Platz zu halten. Dies sollte sich leider bewahrheiten. Er sicherte sich wenigstens noch den 3. Platz. Harry hielt seine Leistungen konstant, aber es reichte nur für den 2 Platz. Neuer Herren-Einzelmeister wurde tatsächlich verdient der Hamburger Bernd Ruhnau. "Nix mit Berlinern."

Hier die Reihenfolge:
  1. Ruhnau, Bernd (Hamburg SSV)
  2. Ostrog, Harry (SSC Berlin)
  3. Wilczynski, Dieter (SSC Berlin)
  4. Schlenther, Gerald (SSC Berlin)
  5. Koenen, Andreas (SSC Berlin)
  6. Tönnies, Harald (SSC Berlin)
  7. Wilczynski, Alfred (SSC Berlin)
  8. Hünnerscheidt, Peter (SSC Kassel)
  9. Flaschel, Bernd (SSC Berlin)
  10. Nitzschke, Dieter (SSC Berlin)
Doppel Damen:

Wie schon oben erwähnt, gab es diesmal keine Vorrunde. Man musste also gleich zu Anfang sein Bestes geben. Sollte man das nicht eigentlich sowieso : ? Das Doppel Katja Nispel (SSC Berlin)/ Gundula Braun (SSC Essen) setzte sich Punktgleich mit Magdeburger Doppel Iveta Röcke/Irene Wolf an die Spitze, gefolgt von dem Berliner Doppel Elke Tönnies/Marion Brach. Im 2. Spiel gab es bei Katja und Gundula jedoch einen unerklärlichen Einbruch,. Mit 112 Pins kommt man nun wirklich nicht weit. Sie mussten den ersten Platz dem Doppel aus Halle Sybille Walther/Christiane Schkoldow überlassen. Auch Magdeburg schaffte nur 112 Pins, sofern in der Tabelle wirklich kein Druckfehler ist : Aber das vertraute Doppel Katja/Gundi gab nicht auf, sie schafften immerhin 166 Pins im 3. Spiel, aber würde es reichen ? Langsam wurde es an der Spitze eng, auch das Berliner Doppel Elke und Marion wurde langsam warm. Das Doppel aus Hamburg Cornelia Krieger/Sigrid Kosmalla wurde auch immer besser und Magdeburg blieb Berlin/Essen eisern auf den Fersen. Für Gundi und Katja reichten die 421 Pins nicht mehr, mit nur zwei Pins weniger als das Hamburger Doppel Cornelia/Sigrid (423 Pins) landeten sie auf dem 2. Platz, auf dem 3. Platz kam das Doppel aus Magdeburg Iveta/Irene (412 Pins) und den undankbaren 4. Platz mit nur einen Punkt weniger bekamen Elke und Marion. Wie man´s sieht, waren es hart umkämpfte Plätze. Anbei aus Platzgründen nur die ersten 8 Doppel:

  1. Cornelia Krieger/Sigrid Kosmalla (Hamburg SSV)
  2. Gundula Braun/Katja Nispel (SSC Essen/SSC Berlin)
  3. Iveta Röcke/Irene Wolf (GSV Magdeburg)
  4. Marion Brach/Elke Tönnies (SSC Berlin)
  5. Sandra Briel/Birgit Nürnberger (SSC Kassel)
  6. Sybille Walther/Christiane Schkoldow (SFV Halle)
  7. Tatjana Nitzschke/Marie-Louise Richter (SSC Berlin)
  8. Bettina Posthumus/Simona Luber (GSV Magdeburg)
Doppel Herren:

Bei den Männern wurden auch wieder einige Berliner Doppel an der Spitze erwartet. Das Berliner Doppel und Titelverteidiger Harry Ostrog/Alfred Wilczynski legte auch gleich mit 180 Pins los. Musste sich aber nach dem 1. Spiel erstmal mit dem 2. Platz zufrieden geben. Um 2 Pins besser war das Doppel aus Kassel Harald Schön/Peter Hünnerscheidt. Im 2. Spiel hatten Harry und Alfred einen Lauf und legten ein tolles Spiel mit 203 Pins hin, was ihnen den 1. Platz bescherte. Ein weiteres Doppel aus Berlin, Bernd Flaschel und Patrick Brach, ist plötzlich aus dem Dämmerschlaf erwacht und steigerte sich von 129 Pins auf 192 und machten damit ein paar Plätze gut. 2. blieben aber nach wie vor Harald und Peter. Im 3. Spiel ließen dann Harry und Alfred nach, aber durch den gewonnen Vorsprung mussten sie sich nicht allzu viel Sorgen machen. Bernd und Patrick hatten auch ihre Form gefunden und blieben bei 190 Pins. Glück für die beiden war, dass Harald und Peter weiter nachließen. Im Endeffekt verteidigten die Berliner Harry Ostrog/Alfred Wilczynski erfolgreich ihren Titel, der 2. Platz ging an die Berliner Patrick Brach/Bernd Flaschel und der 3. an das Doppel aus Kassel Harald Schön/Peter Hünnerscheidt. Auch hier nur die ersten 10 Doppel wegen Platzmangel:

  1. Harry Ostrog/Alfred Wilczynski (SSC Berlin)
  2. Patrick Brach/Bernd Flaschel (SSC Berlin)
  3. Harald Schön/Peter Hünnerscheidt (SSC Kassel)
  4. Dieter Nitzschke/Harald Tönnies (SSC Berlin)
  5. Olaf Röcke/Thomas Hannausek (GSV Magdeburg)
  6. Peter Dziubek/Wolfgang Slania (SSC Berlin)
  7. Gerald Schlenther/Dieter Wilczynski (SSC Berlin)
  8. Hans-Hinrich Bade/Bernd Ruhnau (Hamburg SSV)
  9. Peter Drews/Michael Guth (Hamburg SSV)
  10. Christian Hagedorn/Frank Simon (SSC Kassel)

Geplante Endzeit für die Meisterschaften war 17.30. Ein Blick auf die Uhr zeigte uns, dass die Zeit weit überschritten wurde. Um 20:00 waren wir einfach mal 2 Stunden und 45 Minuten zu lange auf der Bowlingbahn. Im wahrsten Sinne des Wortes eine Katastrophe. Es blieb eigentlich nicht mal Zeit für Duschen und Essen, aber die Zeit hatte man sich einfach genommen. So fing die Siegehrung erst um 23:00 an. Für Didi hatte sich damit nichts geändert. Im Gegenteil. Trotz allem hatte er uns noch eine schöne Präsentation seines Tagesablaufes bei der Meisterschaft gezeigt. Ihm gebührt unser herzlicher Dank. Ebenfalls den Supervisoren vom letzten Jahr, ohne die es ein Chaos auf der Bowlingbahn gegeben hätte. Ich sage nur eines, die Meisterschaften am 24.10.2009 in Essen können nur besser werden. Bis dahin lasst uns schon mal fleißig trainieren.

P.S. Ich bedanke mich bei Katja Nispel (SSC Berlin), die diesen Bericht geschrieben hat .

Ich hoffe, wir sehen uns alle am 24.10.2009 in Essen wieder. Wäre schön, wenn wieder ein paar neue Mitglieder mitmachen. Bis dahin wünsche ich euch alles Gute !

Euer Fachwart
Dieter Wilczynski