DEUTSCHER SCHWERHÖRIGEN SPORT VERBAND
Im Deutschen Schwerhörigenbund e. V.
 
3. DSSV Kleinfeldfußball-Meisterschaft 2006 in Lindow
Gerhard Fischer

Nach den Tischtennis- und Beachvolleymeisterschaften fanden am Pfingstsonntag die Fußballmeisterschaften statt.

Die Berliner Fußballer, bis auf 3 Ausnahmen, reisten erst am Sonntagmorgen gegen 9:00 Uhr an. Damit waren die letzten Teilnehmer in Lindow eingetroffen.

Es nahmen 4 Mannschaften an diesem Wettkampf teil. Berlin stellte 2 Teams. Die Hamburger und Stuttgarter traten mit jeweils einer Mannschaft an. Gespielt wurde auf Kleinfeld mit je 6 Spielern pro Mannschaft. Wir hatten 2 Plätze zur Verfügung. So konnten 2 Spiele gleichzeitig stattfinden. Die 3 bestellten Schiedsrichter und Sanitäter des DRK Gransee waren auch alle pünktlich im Sportzentrum.

Um 10:00 Uhr begannen wir mit den beiden ersten Begegnungen, die Berlin I - Berlin II und Hamburg - Stuttgart waren. Das Berliner Duell war sehr ausgeglichen. Die Zusammenstellung beider Mannschaften ließ keinen Unterschied bezüglich der Spielstärke erkennen. Die Berliner hatten 2 gleichstarke Mannschaften ins Turnier geschickt. Es war ein torreiches und spannendes Spiel, welches mit 3:3 Remis endete. In der anderen Begegnung gab es einen Sieger. Die Stuttgarter waren den Hanseaten spielerisch überlegen. Die Schwaben konnten aus ihrer Überlegenheit jedoch nur wenig Kapital schlagen. Auf der anderen Seite standen in der Hamburger Abwehr erfahrene Spieler, die es dem Gegner durch ihr gutes Stellungsspiel sehr schwer machten. Die Stuttgarter fanden trotzdem Lücken in der Abwehr und waren zweimal erfolgreich. Der Anschlusstreffer der Hamburger kam zu spät. Das Spiel endete 2:1 für Stuttgart.

Danach folgten die Spiele Berlin I - Stuttgart und Berlin II - Hamburg. Beide Berliner Mannschaften dominierten und es zeigte sich hier ein wahrer Klassenunterschied, was auch daran gelegen haben mag, dass die Berliner daheim regelmäßig an den Punktspielen in der Landesliga des BFV teilnehmen. Hinzu kam noch, dass einige Spieler von Stuttgart und Hamburg die Volleyball- und Tischtenniswettkämpfe in den Knochen hatten. Die Berliner waren bis auf 3 Ausnahmen ausgeruht.

Die 1. Mannschaft gewann gegen Stuttgart mit 7:2. Das 2. Berliner Team hatte es dagegen erheblich schwerer. Die Abwehr der Hamburger stand erneut sehr gut. Nach der 1:0 Führung Berlins riskierten die Elbstädter einiges und konnten den 1:1-Ausgleich erzielen. Nun wollten sie auch den Sieg und öffneten ihre Abwehr. Das war für die jungen und schnellen Berliner ein gefundenes Fressen. Durch einen Ballverlust der Hamburger im Mittelfeld konnten die Berliner kontern und den 2:1 Siegestreffer erzielen.

In der 3. Spielpaarung trafen Berlin I - Hamburg und Berlin II - Stuttgart aufeinander. Mit zunehmendem Spielverlauf ließen die Kräfte der Stuttgarter und Hamburger nach. Die Wettkämpfe vom Vortage machten sich bei beiden Mannschaften bemerkbar. Nun hatten die ausgeruhten Berliner klare Vorteile. Beide Spiele waren sehr torreich. Berlin I gewann gegen Hamburg mit 6:3 und Berlin II schickte die Stuttgarter mit einem klaren 7:0 vom Platz.

Nach diesem Spiel machten wir eine Mittagpause. Wer wollte, konnte sich mit einem Mittagessen stärken. Zu diesem Zeitpunkt standen beide Berliner Teams punktgleich an der Spitze. In der Tordifferenz waren sie mit 16:8 und 12:4 ebenfalls gleich.

Die Rückrunde wurde mit einer verkürzten Spielzeit ausgetragen, da die bisherigen Spiele den Spielern bereits einiges abverlangt hatten. Die Ansetzung der Rückspiele verlief wie in der Vorrunde.

In der ersten Begegnung gab es eine kleine Überraschung. Das 2. Team von Berlin gewann im Berliner Vergleich mit 5:3. In der 2. Begegnung konnten sich die Hamburger revanchieren und gewannen diesmal mit 2:1. Wie war das möglich? Waren es doch die Stuttgarter, die als Favorit ins Spiel gingen. Hier schien wieder die Cleverness der Hamburger Abwehr eine Rolle zu spielen. Zum anderen ließ die Kondition der Schwaben merklich nach. Die Hamburger warteten gelassen auf ihre Konterchancen. Mit dieser Taktik hatten sie Erfolg.

Danach folgten wieder die Spiele Berlin I - Stuttgart und Berlin II - Hamburg. Im Spiel Berlin I - Stuttgart konnte man sagen: Tot geglaubte leben länger. Zur Überraschung aller Zuschauer mobilisierten die Schwaben all ihre Kräfte und nahmen den Berlinern zwei erwartete Punkte ab. Das Spiel endete 1:1. Nun hatte das 2. Berliner Team gegen Hamburg die Chance alles klar zu machen. Es gab in dieser Begegnung keine Überraschung. Die Berliner fegten die Hamburger mit 5:0 vom Platz.

In den letzten Spielen lauteten die Paarungen Berlin I - Hamburg und Berlin II - Stuttgart. Das 1. Team von Berlin glaubte nicht mehr an einen Turniersieg. Die Hamburger hingegen wollten auch nicht Letzter werden. Es wurde kein hochklassiges Spiel. Dafür hatten beide Mannschaften schon viel Kraft verloren. Trotzdem war es spannend. Die Berliner wollten ihre Chance wahren. Bei einer Niederlage ihres 2. Teams konnten sie doch noch Meister werden. Die Hamburger schienen durch den Führungstreffer zum 1:0 alle Titelträume des 1. Berliner Teams zerstört zu haben. Die Berliner gaben sich aber nicht geschlagen und konnten in der 2. Spielhälfte, in der die Hamburger stehend K.O. waren, doch noch 2 Treffer zum 2:1 Sieg erzielen. Berlin II wusste, das es kurz vor dem Turniererfolg stand. Die Stuttgarter konnten den Spreeathenern schlussendlich nichts entgegensetzen. Die Berliner gewannen klar mit 4:0 und wurden damit DSSV-Felfußballmeister 2006.

Tabelle:
DSSV-Meister: SSC Berlin II, 26: 7 Tore, 16 Punkte
2. Platz: SSC Berlin I, 22:15 Tore, 11 Punkte
3. Platz: Stuttg.-Vaihingen, 6:22 Tore, 4 Punkte
4. Platz: Hamburger SSV, 8:18 Tore, 3 Punkte

Abschlussfeier

Mit 80 Teilnehmern fand am Abend in der Sportlerbar des Sportzentrums Lindow die Abschlussfeier mit Büfett statt. Das Büfett war eine Augenweide. Es war köstlich und reichhaltig. Nach der kulinarischen Stärkung fanden die Siegerehrungen statt, welche durch Ernst Sonnenburg, Bernd Böning und Gerhard Fischer vorgenommen wurden.

Allen Teilnehmern hat es in Lindow gut gefallen. Der DSSV wird dort auch weitere Meisterschaften durchführen.