DEUTSCHER SCHWERHÖRIGEN SPORT VERBAND
Im Deutschen Schwerhörigenbund e. V.
 
DSSV Beachvolleyball Meisterschaft in Lindow
Bernd Böning

Am 03. Juni 2006 fand auf dem Gelände des Sport- und Bildungszentrums in Lindow die ersten DSSV- Beachvolleyballmeisterschaften statt. Am Morgens schaute ich zu erst aus dem Fenster und ahnte nicht gutes. Der Himmel war mit dunklen Wolken behangen, aber es regnete noch nicht.. Nachdem Frühstück begrüßte ich als Leiter dieser Meisterschaft alle teilnehmenden Sportler/ innen. Im Anschluss erklärte ich allen Teilnehmern den Modus dieser Meisterschaft.

Es nahmen 9 Herren- und 3 Damen- Mannschaften mit je 2 Spieler pro Team teil. Es traten folgende Teams an - SSC Berlin: Steffan Rhino/Maik Fischer, Hamburger SSV: Dieter Breckmann/Charly Harders, Dariusz und Mariusz Kwiatek, Andre Merkel/Bernd Böning und sowie SV Vaihingen (Stuttgart): Dieter Neumann/Alexander Frey, Bernd Lange/Walter Fetscher, Andreas Hüster/Reinhard Schmiedel, Peter Kriis/Johannes Scheurer und Fabian Hattwagner/Marcus Hörz.

Bei den Damen vom SSC Berlin: Elke Tönnies/ Heidi Herms, Tatjana Nitzschke/Katja Nispel und SV Vaihingen (Stuttgart): Birgit Höfig/ Elisabeth Sen.

Bei den Herren wurden 2 Gruppen gebildet, die aus einer 5er Gruppe und einer 4er Gruppe bestanden. Die Damen traten erst nach dieser Herren- Meisterschaft an, da zwei Spielerinnen gleichzeitig auch Tischtennis spielten.

Pünktlich bei der ersten Angabe der Spiele, wie ich geahnt habe, setzte der Regen ein und hielt bis zum Mittag zur Vorentscheidung an. Der Regen machte allen Sportlern schwer zu schaffen, zumal der Sand schwer und Tief wurde. Zusätzlich klebte der Sand am Ball und konnte schwer abgewischt werden. Durch den anhaltenden Regen waren alle Spieler bis auf die Haut durchnässt. Bestimmt hat später der eine oder andere eine Erkältung weggeholt.

Am Ende dieser Vorentscheidung hat in der Gruppe A Dieter Neumann und Alexander Frey aus Stuttgart den 1.Platz erreicht und Dariusz mit seinen Bruder Mariusz Kwiatek den 2.Platz. In der Gruppe B erreichte aus Berlin Stefan Rhino und Maik Fischer den 1.Platz und Charly Harders und Dieter Breckmann aus Hamburg den 2.Platz.

Nach der Mittagspause begann das Halbfinalspiel und Gott sei dank hat es aufgehört zu regnen. Im Halbfinale musste über Kreuz die Entscheidung fallen, wer ins Finale kommen wird. Es spielten Dieter/ Alexander gegen Charly/ Dieter und im 2.Spiel Stefan/ Maik gegen Dariusz/ Mariusz. Am Ende gewannen Dieter/ Alexander und Stefan/ Maik ihre spiele und zogen ins Finale ein, um Platz 3 spielten Charly/ Dieter gegen Dariusz/ Mariusz.

Der nasse Sand forderte den Finalisten alles ab. Durch die ständigen Laufbewegungen im schweren und feuchten Sand wurden die Beine stark beansprucht. Trotzdem gab in beiden Endspielen sehr gute Ballstaffetten. Im Finale setzten sich Stefan Rhino mit seinen Partner Maik Fischer souverän gegen Dieter Neumann und Alexander Frey in 2 Gewinnsätzen durch und wurden Deutscher Meister. Im Spiel um den 3. Platz wurde auch hartnäckig gekämpft und auch hier gab es sehr gute Ballwechsel. Die wesentlich jüngeren Spieler Dariusz und Mariusz Kwiatek konnten sich gegen die Senioren Charly und Dieter in 2 Sätze durchsetzen und den 3.Platz erreichen.

Trotz des schlechten Wetter am Vormittag, meine Hochachtung an die Herren, das sie bis zum Ende durchgespielt haben, hatten alle ihre Freude an diesen erstmalig stattfindenden Wettbewerb. Herzliche Gratulation an den SSC Berlin zum souverän erspielten Titel.

Am Nachmittag fanden die Damen Beach-Volleyball-Meisterschaft statt. Wie eingangs meines Berichtes erwähnt, waren nur 3 Damenmannschaften gemeldet. Dieses Miniturnier wurde schnell durchgeführt. Souverän haben die beiden Berlinerinnen Tatjana und Katja alle Spiele mit 2 Sätze mühelos gewonnen und wurden Deutsche Meister. Das Zweite Berliner Team mit Elke und Heidi hatten die Niederlage gegen ihre Vereinkameradinnen verloren und hielten sich danach im 2. Spiel gegen die Stuttgarterinnen schadlos. Elke und Heidi gewannen souverän in 2 Sätzen. Auf dem 3. Platz landeten Birgit und Elisabeth. Die beiden Stuttgarterinnen spielten gut mit. Birgit spielte stark, konnte aber die Schwächen der ungeübten Elisabeth nicht kompensieren. Ein Lob neben Elisabeth auch an Heidi Herm. Erst durch die Bereitschaft dieser beiden Spielerinnen war die Meisterschaft der Damen möglich. Ich möchte an beide den Apell richten, nächstes Jahr wieder mitzuspielen. Vielleicht hat es Euch gepackt und Ihr trainiert mal mit Euren Vereinskameradinnen. Ein paar Trainingsstunden vor den Wettkämpfen kann schon kleine Wunder bewirken.

Fazit: Trotz schlechten Wetter hat es allen Spaß gemacht. Die Frauen sollten versuchen ihre Teilnehmerquoten zu erhöhen. Hier sind auch die Herren in den Vereinen gefordert. Kümmert Euch um Eure weiblichen Sportkameradinnen und motiviert sie. Habt Geduld mit ihnen und gebt nicht gleich bei Misserfolgen auf. Denkt daran, dass es gemeinsam noch mehr Spaß macht. Die nächsten DSSV Beach- Volleyball Meisterschaft finden voraussichtlich in Stuttgart statt. Ich hoffe mit mehr Frauen, damit auch dort interessante Ballwechsel stattfinden.