DEUTSCHER SCHWERHÖRIGEN SPORT VERBAND
Im Deutschen Schwerhörigenbund e. V.
 
12. DSSV Schachmeisterschaft 2005 in Berlin
von Ernst Sonnenburg

Obwohl bereits im Oktober 2004 mit dem Vorsitzenden des Landesverbands Sachsen-Anhalt die Terminplanung für November 2005 besprochen wurde und die Bestätigung durch den DSSV im Dezember 2004 erfolgte, wurde die Ausrichtung des Turniers aus den mir nicht nachvollziehbaren Gründen abgesagt, so dass kurzfristig Berlin diese Meisterschaft durchführte.

Es ist daher auch verständlich, dass nur Spieler, welche einen nicht so weiten Anreiseweg hatten, an diesem Turnier teilnahmen. Die Reisekosten waren z. B. für die Stuttgarter Schachfreunde durch die Verlegung sehr hoch.

Teilnehmer an dieser Meisterschaft waren Dietrich Metzner, Werner Beilecke (Berlin); Frank Bohlin, Mariusz und Dariusz Kwiatek, Bernd Böning (Hamburg), Karlheinz Birke (München) und Marko Stankowitz (Rostock).

Pünktlich um 10:00 Uhr begannen wir mit dem Auftagsspiel. Die ersten zwei Runden wurden von den Spielern sehr schnell, zu schnell gespielt, so dass eine genaue Beobachtung der einzelnen Partien nicht möglich war. In der ersten Runde verloren Werner, Mariusz, Bernd und Marko ihre Spiele. Dietrich, Frank, Bernd und Marko verloren das zweite Spiel, Karlheinz und Dariusz haben beide Spiele gewonnen.

Die dritte Runde begann: Marko ließ es zu, dass Werner bei der Eröffnung die Königsseite angriff und zerstörte. Er verlor das Spiel. Mit einem Doppelbauer auf der E- Linie erdrückte Karlheinz das Spiel von Frank und gewann. Bei Dariusz standen die Figuren goldrichtig und es sah nach einem Sieg gegen Dietrich aus. Ein Fehler führte jedoch für Dariusz zum Verlust der Partie. Bernd ließ zu früh seine Dame auf dem Spielfeld tanzen. Er verlor dieses Spiel gegen Mariusz. Karlheinz und Werner eröffneten die Partie sehr schnell, dadurch verlor Karlheinz seine Dame und Werner gewann in der vierten Runde. Mariusz gewann bei dem schnellen Eröffnungsspiel einen Bauern gegen Dariusz. Der weit vorgerückte schwarze Bauer verhinderte jedoch einen Sieg. Die Partie der Brüder ging Remis aus. Frank eröffnete mit einem Bauerngambit in der Mitte. Marko hatte dem nichts entgegen zu setzen. Gut gespielt und doch durch einen falschen Bauernzug hat Bernd die Partie gegen Diedrich verloren.

Nach dieser vierten Runde konnte noch kein Kandidat auf die Meisterschaft festgestellt werden. Die drei Partien nach dem Mittagsessen mussten wohl entscheiden.

In der 5. Runde gewann Werner gegen den amtierenden Meister mit einem Bauervorteil auf der A + B Linie. Frank übersah gegen Mariusz einen Schach Matt ZUG und verlor dann die Partie, Frühzeitig verlor Bernd seine Dame, kämpfte verbissen um den Sieg und unterlag jedoch gegen Marko. Karlheinz verlor eine Figur und verlor auch das Spiel gegen Dariusz.

Die sechste Runde begann, Werner blitzte und verlor gegen Mariusz durch Figurenverlust. Karlheinz fesselte langsam die Stellung von Marko und gewann diese Partie. Frank konnten den Springer auf h7 nicht mehr bewegen, deshalb gewann Dietrich die Partie. Dariusz hat sich einen enormen Stellungsvorteil erspielt und gewann die Partie gegen Bernd. Mit einem halben Punkt führten die Kwiatekbrüder vor der Konkurrenz Dariusz hatte gegen Marko einen leichten Gegner und gewann sein Spiel. Jedoch hätte Marko einen Springer gewinnen können. Dietrich ließ sich die Bauernstellung zerstören und verlor nach verbissenem Kampf dieses Spiel gegen Mariusz. Frank tauschte die Damen und hatte eine schlechtere Stellung gegen Werner. Werner gewann dieses Spiel. Bernd verlor Anfangs einen Turm. In der Abwehrschlacht unterlief Karlheinz ein sehr gravierender Fehler, der zum Verlust der Partie für Karlheinz führte.

Die Partien wurden sehr schnell gespielt, so dass wir noch Zeit hatten, eine weitere Partie zu spielen. Die punktgleichen Spieler sollten ein Entscheidungsspiel spielen.

Nach einem sehr verhaltenen Eröffnungsspiel hatte Dariusz auf dem Damenflügel eine bessere Stellung und er gewann dieses Spiel gegen Mariusz. Herzlichen Glückwunsch dem Meister Dariusz und dem Vizemeister Mariusz Kwiatek.

Bernd hat eine Figur zum Ausflug geschickt und hat seine gesamte Stellung vernachlässigt. Nach dem Abtausch des Springers von Bernd hatte Marko eine bessere Stellung, die er jedoch nicht verwerten konnte. Diese Partie endete Remis.

Remis endete auch das wohl beste Spiel des gesamten Turniers. Karlheinz spielte einen sehr starken Angriff, welcher durch eine sehr gute Verteidigung abgewehrt wurde. Beide versuchten einen Sieg zu erringen, mussten sich jedoch mit einem Remis begnügen.

Die Siegerehrung wurde kurz durchgeführt und einige Spieler verließen sehr schnell den Spielort.

Im Jahr 2006 wollen wir die Schachmeisterschaft auf der Insel Usedom durchführen. Alle Vereine werden vom mir informiert.

Ergebnis Schach

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