DEUTSCHER SCHWERHÖRIGEN SPORT VERBAND
Im Deutschen Schwerhörigenbund e. V.
 
11.DSSV Bowling Meisterschaft am 15.10.2005 in Stuttgart
Fachwart : Dieter Wilczynski

Nach 1998 fanden nun zum zweiten Mal die Bowling Meisterschaften in Stuttgart statt. Mit insgesamt 72 Teilnehmern aus 8 Städten, war es eine durchschnittliche Beteiligung. Das lag mal wieder daran, dass einige Sportler wieder kurzfristig absagten. Die Personen scheinen einfach nicht zu wissen, wie viel Arbeit es macht, wenn man 2 Tage vorher absagt. Man sollte sich doch vorher informieren, ob der Arbeitgeber einem frei gibt oder nicht.

Sehr erfreulich ist, dass nach dem GSV Magdeburg, nun auch der SFV Halle an der Meisterschaft teilnahm.

Diese beiden Mannschaften machen Hoffnung für die Zukunft. Sie versprachen zur nächsten Meisterschaft in Magdeburg mit noch größeren Teams anzutreten. So dass wir im nächsten Jahr hoffen können, mit etwa 90 Personen die Meisterschaft durchzuführen. Mich würde es freuen und euch bestimmt auch. Kommen wir zur Meisterschaft. Ich schreibe es seit einigen Jahren aber ich schreibe es immer wieder gerne: "Die 11. DSSV Bowling Meisterschaften fingen wie immer pünktlich um 9:00 Uhr mit den Damen- und Herren-Mannschaften an. Das geht aber nur, weil ihr so diszipliniert seid und immer pünktlich ab 8:00 Uhr morgens erscheint. Vielen Dank dafür !

Damen - Mannschaft

Es nahmen 6 Mannschaften aus 4 Vereinen an der Meisterschaft teil. Es waren Hamburg SSV 1 u. 2., SSC Kassel 1 u. 2, SSC Berlin und der SSC Düsseldorf. Hier konnten die ersten 3 Plätze nur an Hamburg SSV 1, SSC Berlin und SSC Kassel 1 gehen. Diese 3 Mannschaften traten mit der Maximalbelegung einer Mannschaft an (4 Damen). Die 3 anderen Mannschaften waren unterbesetzt und hatten eigentlich keine Chance einen Podestplatz zu erreichen.

So kam es auch. Die 3 Mannschaften waren nach der ersten Runde schon unter sich. Hamburg SSV 1 übernahm die Führung mit 441 P. vor SSC Berlin mit 431 P. und den SSC Kassel 1 mit 384 P.

Dieses war schon überraschend, wenn man bedenkt, dass Hamburg auf ihre Spitzenspielerin Regina Sonnekalb (Titelträger vom Jahr 2003 und 2004) verzichten musste. "Ich hoffe Regina, dass du im nächsten Jahr wieder dabei bist und bringe Rüdiger mit".

Nach der 2. Runde waren jetzt die Berlinerinnen vorne. Sie übernahmen das Zepter und gingen deutlich mit 903 P. vor Hamburg mit 862 P. und Kassel mit 852 P in Führung. Kassel robbte sich aber schon sehr nahe an die Hamburgerinnen ran. Können sie im 3. Durchgang noch mehr zulegen und vielleicht noch die Berliner bedrängen?

Tatsächlich, die Kasseler Mädels legten wirklich noch eine Kohle drauf. Sie kamen sehr dicht an die Berliner, aber nicht dicht genug. Die Berlinerinnen kamen um B…breite ins Ziel. Dieses Jahr tauschten also Berlin und Kassel die Plätze. Auf dem 1. Platz somit neuer DSSV Meister der SSC Berlin mit 1352 P. Es spielten: Elke Tönnies, Katja Nispel, Marie-Luise Richter und Heike Fenselau.

Der 2. Platz ging an den SSC Kassel 1 mit 1345 P. Es ppielten: Viola Staben, Birgit Neuzerling, Sandra Briel und Gisela Thöne.

Nach der 1. Runde noch in Führung, doch zum Schluss doch nur 3. Platz für Hamburg SSV 1 mit 1206 P. Es spielten: Cornelia Krieger, Uta Bade, Petra Wurr, und Gaby Ruhnau.

  1. Platz: SSC Kassel 2 mit 1055 P.
  2. Platz: Hamburg SSV 2 mit 1002 P.
  3. Platz: SSC Düsseldorf mit 751 P.
Herren - Mannschaft

Seit Einführung der DSSV Bowling Meisterschaften im Jahre 1995 gab es bei der Herren-Mannschaften nur 2 Titelträger. Zum einen den SSC Berlin 1 (8 x) und zum anderen den BSV Stuttgart (2 x). Da bekanntlich die Meisterschaft in Stuttgart stattfand, konnte man gespannt sein, ob es die Stuttgarter tatsächlich schaffen würden, den Serienmeister aus Berlin vom Thron zu kippen. Da aber Berlin wie in den letzten Jahren mit ihrer Top Five antrat, sollte es aber sehr schwer werden. Auch ein Fragezeichen stand hinter GSV Magdeburg und SFV Halle, letztere traten allerdings nur mit 4 Herren an. Diese Ausgangslage erschwerte es, gleich eine Medaille zu holen. Anders dagegen Magdeburg, die dieses Jahr mit 5 Herren antraten, welches eine gute Ausgangsposition war.

Ja, aber auch wie in den letzten Jahren, so auch wieder dieses Jahr. Der SSC Berlin 1 ging nach der 1. Runde wieder deutlich mit 914 P. in Führung. Das waren gleich 133 P. Vorsprung vor dem Zweitplatzierten HSG Stuttgart, der 781 P. hatte. Auf dem dritten Platz der Hamburg SSV 1 mit 773 P. Dahinter auf dem 4. Platz der SSC Berlin 2 mit 768 P.

Der erste Platz schien schon wieder frühzeitig an die Berliner vergeben zu sein. Aber die Plätze 2 und 3 waren sehr umkämpft. Hier zeichnete sich ein Dreikampf zwischen HSG Stuttgart, Hamburg SSV 1 und SSC Berlin 2 ab. Den 2. Platz und den 4. Platz trennten gerade mal 13 P.

Nach der 2. Runde, wo sich der SSC Berlin 1 nochmals steigerte um zu zeigen, an uns kommt keiner vorbei, führten er überlegen mit 1860 P.

Der spannende Dreikampf um die Plätze ging weiter. Jetzt auf den 2. Platz, schob sich der Hamburg SSV 1 vor mit 1554 P., an dritter Stelle liegend die HSG Stuttgart mit 1536 P., immer noch auf dem 4. Platz der SSC Berlin 2 mit 1530 P.

Immer noch trennen den 2. und den 4. nur 18 P. Jetzt in der dritten und letzten Runde sollte es reine Nervensache werden. Der erste Platz scheint uneinholbar zu sein, aber der 2. und 3. Platz, da würde es ein Hauen und Stechen geben.

Und wie in den letzten 5 Jahren so auch im 6. Jahr. Der SSC Berlin verteidigte seinen Titel und wurde wieder einmal DSSV Meister mit 2747 P. In der Berliner Mannschaft spielten : Bernd Flaschel, Gerald Schlenther, Thomas Fenselau, Alfred Wilczynski und Dieter Wilczynski.

Als Fachwart muss ich ja sagen, dass ich es nicht gut finde, wenn immer die Gleichen Meister werden.

Aber da ich einer der Fünf des SSC Berlin 1 bin, muss ich sagen : "Was können wir dafür, wenn die anderen nicht besser werden". Also strengt euch in Zukunft mehr an, damit ihr den Berlinern mal ein Bein stellen könnt.

Nun zum spannenden Teil der Herren Mannschaft Meisterschaft. Wer wird 2. und 3. ???

Der Gastgeber schaffte den 2. Platz. Und es wurde noch knapper als in den ersten 2 Runden. Die HSG Stuttgart hatte es auf 2312 P. gebracht, der drittplatzierte hatte nur 3 P. weniger. Und der viertplatzierte wiederum 3 P. weniger. Der 2. und 4. nur 6P. auseinander, das war eine knappe Kiste.

Also 2. Platz : HSG Stuttgart mit 2312 P. Es spielten: Walter Fetscher, Norbert Krause, Peter Kriis, Bernd Lange und Manfred Lotter.

Auf den 3. Platz schob sich nach einer kämpferischen Leistung noch der SSC Berlin 2 vor, mit wie gesagt nur 3 P. weniger als der 2. Platz.

Also 3. Platz: SSC Berlin 2 mit 2309 P. Es spielten : Dieter Nitzschke, Matthias Kramm, Andreas Koenen, Peter Dziubek und Harald Tönnies. So blieb für den Hamburg SSV 1 nur der ungeliebte 4 Platz. Auch wiederum mit nur 3 P. weniger als der 3. Platz. Aber diese 3 Mannschaften haben sich im letzten Spiel einen tollen Fight geliefert. Die weiteren Ergebnisse könnt ihr aus der Tabelle entnehmen.

Damen - Einzel

In diesem Jahr nahmen leider "nur" 22 Damen an der Meisterschaft teil. Leider war auch die Titelverteidigerin Regina Sonnekalb aus Hamburg nicht dabei. Aber bei der Beteiligung könnte sich im nächsten Jahr einiges verändern. Denn Magdeburg und auch Halle wollen einige Damen ins Meisterrennen schicken. Wir sind gespannt.

Von den 22 Damen qualifizierten sich 8 Damen fürs Finale. Es waren: (Reihenfolge entspricht den Vorrunden Ergebnissen) Heike Fenselau (SSC Berlin), Dagmar Krause (HSG Stuttgart), Marion Brach (SSC Berlin), Viola Staben (Hamburg SSV), Petra Wurr (Hamburg SSV), Katja Nispel (SSC Berlin), Uta Bade (Hamburg SSV) und Gundula Braun (SSC Essen).

Da Heike Fenselau (Berlin) im letzten Jahr schon Vizemeisterin war, und die Titelverteidigerin fehlte, war Heike natürlich der Topfavorit. Aber natürlich auch Dagmar Krause aus Stuttgart war eine heiße Anwärterin auf den Titel. Schließlich wurde sie 1998 in Stuttgart zum ersten und einzigen Mal Meisterin. Sie hatte also die historische Chance, wiederum in Stuttgart dieses zu wiederholen. Es gab einige Konkurrentinnen, die dieses verhindern wollten. So standen mit Gundula Braun (Meister 95, 97, 2001) und Viola Staben (Meister 2002) noch zwei Hochkaräter im Finale.

Wie immer müssen im Finale drei Spiele absolviert werden. Die Punkte aus der Vorrunde werden dabei nicht ins Finale übernommen. Alle fangen wieder bei Null an.

Es ging gleich los wie die Feuerwehr. Dagmar Krause machte gleich in der ersten Runde ein Superspiel. Mit 235 P. ging sie gleich haushoch in Führung. Weit abgeschlagen auf dem 2. Platz mit 168 P. war Heike Fenselau. Danach auf dem dritten Platz Viola Staben mit 149 P. Die anderen Mädels reihten sich mit geringen Abständen dahinter auf. Aber diese 235 P. von Dagmar waren natürlich ein Paukenschlag. Man könnte sagen, es riss den anderen Damen die Beine weg.

Dagmar machte auch in der 2. Runde ein gutes Spiel. Mit jetzt 410 P. führte sie immer noch souverän. Einzige Verfolgerin war Heike Fenselau, wenn man bei einen Abstand von 61 P. überhaupt von Verfolgerin sprechen kann. Meiner Meinung nach ist der Abstand zu groß, um überhaupt noch Chancen zu haben. Also Heike nach der 2. Runde mit 349 P. auf dem 2. Platz. Auf den 3. Platz hatte sich jetzt Petra Wurr mit 322 P. nach oben gearbeitet. Es folgten auf dem 4. Platz Katja Nispel mit 314 P. Nur noch auf dem 5. Platz Viola Staben mit 302 P.

Die dritte und letzte Runde musste die Entscheidung bringen. Die Siegerin wurde Dagmar Krause aus Stuttgart. Sie konnte ihren großen Vorsprung aus der 1. Runde gut verteidigen. Somit neue DSSV Meisterin Dagmar Krause aus Stuttgart mit insgesamt 563 P.

Letztes Jahr Vize, dieses Jahr Vize: Heike Fenselau aus Berlin mit 512 P.

Auf den 3. Platz mit nur 10 P. weniger kam doch noch Viola Staben, aus Hamburg stammende Kasslerin. Sie schaffte im letzten Spiel noch ein 200er Spiel und konnte so noch das Feld von hinten aufräumen. 3. Platz Viola Staben mit 502 P.

Die weiteren Platzierungen könnt ihr der Tabelle entnehmen.

Herren - Einzel

Genau 50 Herren machten sich in den frühen Morgenstunden auf, ihren Kater mit Bowlingspielen zu bezwingen. Nein, nein, das war ein kleiner Scherz. Aber einige waren bestimmt dabei !

Aber es waren wirklich genau 50 Herren, die versuchten Meister zu werden, aber einer konnte es nur. Für 40 Herren zerplatzten alle Träume schon in der Vorrunde. 10 Herren durften noch hoffen, denn sie kamen ins Finale. Bei diesen 10 Herren waren schon einige Überraschungen dabei. Zuerst zu erwähnen sind unsere beiden 67jährigen Oldies, der eine, Dieter Nitzschke aus Berlin, hatte sich wie ein Schneekönig gefreut, endlich nach 5 Jahren wieder mal im Finale zu sein. Für den anderen, Hans-Hinrich Bade (genannt Hinne) aus Hamburg, war es Routine, im Finale zu sein. Aber egal ob Schneekönig oder Routine, ich finde es eine beachtliche Leistung.

Dann zum ersten Mal im Finale zwei Herren aus Magdeburg: Rene Schulze und Olaf Röcke. Auch Bernd Böning, unser 1. Vorsitzender des DSSV, schaffte den Sprung ins Finale sowie sein Vereinskamerad Peter Drews, was auch nicht selbstverständlich war. Wer schaffte es noch ?

Natürlich der Titelverteidiger aus Berlin, Gerald Schlenther, der Serienmeister Thomas Fenselau aus Berlin, sein Serien-Vizemeister Dieter Wilczynski aus Berlin und natürlich ein Stuttgarter. Es ist Norbert Krause. Das sind die 10 Herren fürs Finale. Auch wie bei den Damen werden im Finale 3 Spiele absolviert und die Punkte aus der Vorrunde wurden nicht übernommen.

Der Topfavorit im Finale war natürlich der Serienmeister Thomas Fenselau (Berlin). Aber der Überraschungsmeister aus dem letzten Jahr, Gerald Schlenther (Berlin), zeigte in der Vorrunde, wozu er im Stande war. Er schloss die Vorrunde als 1. ab. Zwischen die beiden Kontrahenten, schob sich der kleine Fachwart. Der ewige Vize! Was ja so nicht stimmt. Immerhin war er auch schon zweimal Meister. Auf geht's zum 1. Finaldurchgang. Wie es zu erwarten war, setzte Thomas Fenselau gleich seine Duftmarke. Er schob 227 P. und ging gleich souverän in Führung. Überraschend folgte ihm ein Alter, namens Hinne. Er schob 189 P. und war auf dem 2. Platz. Auf dem 3. Platz war Norbert Krause (Stuttgart) mit 185 P. Die anderen ruhten sich wohl noch aus, aber im Finale ist nicht viel Zeit zum Ausruhen. Wer zu spät kommt, den bestraft der Thomas Fenselau. Thomas ruhte sich nicht aus. Er schlug in der 2. Runde noch mal zu, schob einfach mal 243 P. Jetzt hatte er genügend Vorsprung, um die Meisterschaft in Ruhe nach Hause zu schaukeln. Nach der 2. Runde hatte er 470 P. Einer, der in der ersten Runde mit seiner Technik haderte, schien jetzt den Bogen raus zu haben. Es war Dieter Wilczynski. Er schob sich mit 378 P. auf den 2. Platz vor. Sehr überraschend war Peter Drews (Hamburg) jetzt mit 352 P. auf dem 3. Platz. Einen katastrophalen 2. Durchgang erlebte Hinne. Mit nur 119 P. rutschte er bis auf den 8. Platz ab. Auf dem 4. Platz war jetzt Norbert Krause.

Der dritte und letzte Durchgang war dann für Thomas Fenselau nur noch Schaulaufen. Es bestand für ihn keine Gefahr mehr, von irgendjemanden eingeholt zu werden. Er wurde nach seinem Hänger im letzten Jahr wieder Meister.

1. Platz : Thomas Fenselau aus Berlin mit 677 Pins.
Mit deutlichen Abstand zu Thomas wurde Dieter Wilczynski Vizemeister. Er machte also seinem Ruf alle Ehre.

2. Platz : Dieter Wilczynski aus Berlin mit 581 Pins.
Dritter, und das ist schon überraschend, wurde Peter Drews aus Hamburg. Nicht der Titelverteidiger, auch nicht Norbert Krause, die beide viel höher gewettet wurden als Peter.

Es ist eben das Schöne bei den Bowlingmeisterschaften, dass es immer wieder viele schöne Überraschungen gibt.

3. Platz : Peter Drews aus Hamburg mit 508 Pins.

Alle weiteren Platzierungen könnt ihr der Tabelle entnehmen.

Damen - Doppel

11 Damendoppel gingen an den Start. 8 davon durften ins Finale einziehen. 3 Doppel mussten leider nach der Vorrunde ausscheiden. Da es 2004 in Dortmund keine Doppel Meisterschaften gab, gibt es auch keine Titelverteidiger. Aber die Favoriten waren klar, zum einen das Doppel Heike Fenselau und Marie-Luise Richter (beide aus Berlin), dann Tatjana Nitzschke (Berlin) mit Dagmar Krause (Stuttgart) sowie das Doppel Gundula Braun (Essen) + Katja Nispel (Berlin) und das Doppel Birgit Neuzerling und Viola Staben (beide Kassel).

Diese 4 Doppel sollten es eigentlich unter sich ausmachen, aber man durfte auf keinen Fall das Doppel Marion Brach und Elke Tönnies unterschätzen. Die beiden waren in den letzten Jahren immer unter den Top 5.

Wie auch in den Einzeln so müssen auch in den Doppeln 3 Spiele absolviert werden ehe der Meister feststeht.

Die erste Finalrunde verlief noch etwas verhalten. Keine von den Paaren konnte großartige Akzente setzen. So ging das Doppel Katja Nispel und Gundula Braun mit 172 P. in Führung. Überraschend gefolgt von der Paarung aus Hamburg, mit Cornelia Krieger und Uta Bade mit 163 P. Danach noch ein Hamburger Paar: Gaby Ruhnau und Petra Wurr mit 157 P. Die anderen Top Favoriten hielten sich auf den Plätzen 4 - 6 noch versteckt. NOCH !

Das Abtasten war vorbei. Jetzt fingen die Favoriten an Bowling zu spielen. Mit einem guten Spiel von 189 P. übernahmen die Berliner Heike Fenselau und Marie-Luise Richter die Führung mit insgesamt 322 P. Dicht dahinter folgt das Paar Dagmar Krause und Tatjana Nitzschke mit 318 P. Einen Pin nur weniger mit 317 P. immer noch das Hamburger Paar, mit Cornelia Krieger und Uta Bade. Auf den vierten Platz noch ein Hamburger Paar, Gaby Ruhnau und Petra Wurr mit 284 P. Gar bis auf den 6. Platz rutschte das Paar Katja Nispel und Gundula Braun ab, die ja nach der ersten Runde noch führten. Aber mit nur 96 ??!! Pins im zweiten Spiel kann man keinen Blumenkohl gewinnen. Von den anderen Favoriten Pärchen, Birgit Neuzerling und Viola Staben war noch gar nichts zu sehen oder zu hören. Die beiden dümpeln nach zwei Runden nur auf dem vorletzten Platz. Und mit 67 Pins Rückstand auf dem dritten Platz, kaum noch eine Chance eine Medaille zu holen. Aber noch ist nicht aller Tage Abend. Es gibt ja noch eine Runde.

Tatsächlich, hier krachte es noch mal gewaltig. Heike Fenselau und Marie-Luise Richter schoben abermals starke 196 Pins. Dies sollte reichen, um ihren ersten DSSV Titel im Doppel zu holen.

1. Platz: Heike Fenselau und Marie-Luise Richter (SSC Berlin) mit 518 P.

Das neuformierte Paar mit Dagmar Krause und Tatjana Nitzschke spielte sehr ausgeglichen, keine großen Höhen und keine Tiefen. Dieses reichte aber um sich den 2. Platz zu sichern.

2. Platz: Dagmar Krause (HSG Stuttgart) und Tatjana Nitzschke (SSC Berlin) mit 478 P.

Wer jetzt denkt, dass die beiden Hamburger Pärchen sich um den dritten Platz streiten würden, sah sich getäuscht. Ausgerechnet die beiden, Birgit Neuzerling und Viola Staben, die zwei Runden lang nur im unteren Bereich rumdümpelten, ausgerechnet die, die schafften das beste Spiel im Doppel Finale. Sie schoben 203 P. im letzten Spiel und schafften das schier Unmögliche. Sie wurden doch noch dritter.

3. Platz: Birgit Neuzerling und Viola Staben (SSC Kassel) mit 453 P.

Alle weiteren Platzierungen entnehmt bitte der Tabelle.

Herren - Doppel

Von 15 Herren Doppel mussten wir uns nach der Vorrunde verabschieden. Weil nur 10 Teams ins Finale durften. Hatten uns im Einzel die Magdeburger überrascht mit 2 Finalteilnehmern, so überraschten jetzt die Spieler aus Halle. Sie traten mit 2 Doppel an und beide Doppel schafften auf Anhieb den Einzug ins Finale. Nicht schlecht ! Dabei waren auch die ersten drei der letzten Doppel-Meisterschaft aus dem Jahre 2003, mit Thomas Fenselau und Matthias Kramm (beide Berlin), sie waren damals Meister. Dann die damaligen zweiten Walter Fetscher und Norbert Krause (beide Stuttgart) und die damaligen dritten aus Berlin Dieter Wilczynski und Gerald Schlenther. Diese drei Doppel waren die heißen Anwärter auf den Titel. Auch die neue Kombination aus Berlin war zu beachten, Alfred Wilczynski und Andreas Koenen, die eine starke Vorrunde spielten. Die sie mit dem 2. Platz abschlossen. Natürlich waren auch 2 starke Hamburger Formationen dabei, die aber meiner Meinung nach nur Außenseiter-Chancen hatten, genauso wie Vater (Helmut Nitsch) und Sohn (Torsten Nitsch) aus Kassel. Torsten sprach mich auf der Toilette an, er wäre so glücklich, endlich mal im Finale zu sein, so dass er mich fasst angep... hat.

Aber für nächste Jahr hat er sich noch mehr vorgenommen (im sportlichen Bereich).

Gong zur 1.Runde >  Diese ging nicht an die drei Top Favoriten sondern der 1. Vorsitzende des DSSV übernahm das Zepter. Er, Bernd Böning und sein Partner Ralph Guhl, zockten nicht lange rum, schoben 191 P. und gingen in Führung. Dahinter aber kommen sie schon, die beiden Berliner Teams : Schlenther / Wilczynski (189 P.) und Fenselau / Kramm (184 P.)

Gong zur 2.Runde >  Siehe da, jetzt waren die drei Erstplatzierten aus dem Jahr 2003 schon wieder auf den ersten drei Plätzen. Jetzt in Führung gingen Thomas Fenselau und Matthias Kramm mit 382 P. Schon 29 P. dahinter liegen Gerald Schlenther und Dieter Wilczynski mit 353 P. Nur 2 Pins weniger hat das Duo aus Stuttgart. Auf Platz drei mit 351 P. waren jetzt Walter Fetscher und Norbert Krause. Aber scharf auf die Medaillen waren immer noch die Hamburger Bernd Böning und Ralph Guhl, sie lagen nur 6 P. hinter dem Bronzeplatz. Ja und der glückliche Torsten mit seinem Vater schlug sich tapfer, gegen diese kampferprobte Konkurrenz. Sie lagen mit 328 P. auf dem 5. Platz. Von einem Podiumsplatz hatten sich jetzt die beiden Doppel aus Halle und das Doppel Hinne und Peter Hahnhausen aus Hamburg verabschiedet. So, Fenselau / Kramm führten also mit 29 Pins. Wer Thomas Fenselau kennt, weiß, dass er sich das mit seinen Partner nicht mehr nehmen lässt. Können die anderen Teams noch zulegen und die beiden noch angreifen ?

Gong zur 3.Runde >  Angegriffen haben die anderen Teams schon, aber reichen sollte es doch nicht. Zum vierten Mal spielten die beiden zusammen, jetzt sogar schon zum dritten Mal Meister.

1. Platz: Thomas Fenselau und Matthias Kramm (SSC Berlin) mit 564 P.

Gerald und Dieter kämpften und rackerten, aber der ersehnte Pin zum Strike fiel nicht um. So fehlten den beiden 2 Pins zum Gleichstand. Jetzt hatten sie die Hohngesänge auf ihrer Seite. Das war sportlich nicht fair. Aber ich darf daran erinnern, dass Fenselau/Kramm im Jahre 2001, ebenfalls mit 2 P. weniger, Vizemeister wurden. Die damaligen Meister hießen Schlenther / Wilczynski und es gab keine Hohngesänge. So sollte es auch sein. Jeder sollte dem anderen den Erfolg gönnen und die anderen Leistungen respektieren.

2. Platz: Gerald Schlenther und Dieter Wilczynski (SSC Berlin) mit 562 P.

Wer wurde nun dritter? Konnten die Stuttgarter ihren knappen Vorsprung auf Böning/ Guhl verteidigen? Auch diese beiden konnten ihn locker verteidigen, weil Böning / Guhl wohl die Kraft ausging. Wahrscheinlich steckte den beiden noch der lange Anfahrtsweg von Hamburg nach Stuttgart in den Beinen. Wer wurde nun den beiden gefährlich? Die anfangs erwähnte neue Berliner Kombination legte noch kräftig im dritten Spiel nach. Sie kamen bis auf 6 Pins an die Stuttgarter ran. Aber es reichte nicht. Somit

3. Platz: Walter Fetscher und Norbert Krause (HSG Stuttgart) mit 522 P.

Alle weiteren Platzierungen siehe Tabelle.

Nach der Doppel Entscheidung war die 11.DSSV Meisterschaft 1 Stunde eher fertig als geplant.

Dass es dazu kommen konnte, verdanke ich ausschließlich meinen attraktiven Helferinnen. Wie schnell die beiden die Ergebnisse in den PC hämmerten war schon unglaublich. Danke an: Natalie-Lisa Bloss und Tilla Jukowski. Ebenso möchte ich mich bei Walter Fetscher bedanken, der in Stuttgart zeitweise allein auf weiter Flur stand. Der es trotz schlafloser Nächte schaffte, eine ordentliche Meisterschaft über die Bühne zu bringen. Danke Walter!

Nächstes Jahr kannst du zuschauen wie die anderen arbeiten.

Apropos nächstes Jahr: Die 12. DSSV Bowling Meisterschaft findet am 14.10.2006 in Magdeburg statt. Gespielt wird auf der Bowling Anlage der:

Brunswick GmbH
U.S. PLAY Magdeburg
Am Pfahlberg 3
39 128 Magdeburg

Internet: www.us-play.com

Notiert euch das Datum und die Adresse. Die Bowlingbahn liegt unmittelbar an der Autobahn (A 2, Berlin - Hannover). Damit ist die Meisterschaft sehr zentral von Deutschland gelegen. Ich hoffe sehr, dass dadurch viele Sportler den Weg nach Magdeburg einschlagen werden. Ich und der DSSV würden uns sehr freuen, wenn wir uns sehr zahlreich in Magdeburg wiedersehen. Platz ist genügend vorhanden. Die Anlage hat 30 Bahnen. Ich wünsche euch bis dorthin alles Gute und Gesundheit.

Ergebnisse Bowling  (Excel-Tabelle)  Excel-Tabelle